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NWZonline.de Gartenzeit Früchte

Dornen auf Distanz halten

08.02.2020

Mit wehrhaften Dornen besetzt, schützen sich die Stachelbeersträucher vor jeder zu dichten Annäherung. Vielleicht ist das auch der Grund, warum man häufig ungeschnittene, verwilderte Stachelbeerbüsche sieht.

Für einen Ertrag ausgereifter, großer Früchte ist aber auch bei den Stachelbeeren, wie bei allen Obstgehölzen, ein fachgerechter Schnitt notwendig. Dieser erleichtert zudem im Sommer ein einfaches Pflücken, während man sich beim Ernten in einem wirr durcheinander wachsenden Busch leicht verkratzt.

Mehltau verhindern

Für den Schnitt ist es wichtig, auf die Wachstumsbedingungen zu achten. Da sie am besten am einjährigen Langtrieb fruchten, wird dies durch den Schnitt unterstützt. Als Werkzeug empfiehlt sich die Astschere.

Zuerst werden beim Instandhaltungsschnitt der Sträucher alle auf dem Boden liegenden und bei Hochstämmen alle nach unten wachsenden Zweige auf Astring zurückgeschnitten. Fünf bis sieben Leitäste, die nicht zu dicht zueinander stehen sollen, werden belassen. Alles zu eng stehende oder sich gegenseitig reibende Holz wird ausgelichtet.

An den Leitästen belässt man bis zu drei kräftige Seitentriebe, alle anderen werden auf zwei, drei Augen zurückgeschnitten. Hier bilden sich im nächsten Jahr wieder kräftige Langtriebe, während die vom Ertrag erschöpften Triebe zurückzuschneiden sind. Da die Stachelbeere von ihrem Wachstum her bogenförmige Triebe entwickelt, sollte man dies nicht auch noch durch den Schnitt unterstützen. Deshalb werden die Triebe immer auf astoberseits platzierte Knospen eingekürzt.

In den vergangenen Jahren gab es bei den Stachelbeeren Probleme mit dem amerikanischen Stachelbeermehltau. Bei dieser Krankheit sind zuerst die jungen Triebe und dann die Früchte von einem mehligen, pilzlichen Belag überzogen. Dieser Pilz überwintert auf den Triebspitzen, die dadurch deutlich braun gefärbt sind.

Durch einen Rückschnitt aller Triebe um ein Drittel wehrt man Mehltau ab, vorausgesetzt man sammelt alles Schnittgut ein und verbrennt es. Erleichtert wird dies, wenn man vor dem Schnitt eine Folie um den Strauch legt.

Alte Büsche verjüngen

Etwas mehr Überlegung fordert der Verjüngungsschnitt alter, lange nicht beschnittener Stachelbeerbüsche. Diese kann man gut daran erkennen, dass sich das Innere völlig kahl zeigt, nur noch ein schwacher jährlicher Zuwachs zu verzeichnen ist und kaum noch neue Leitäste nachwachsen.

In diesem Fall ist die Anzahl der Leitäste deutlich auf maximal fünf zu verringern. Diese sollten so verteilt sein, dass der Strauchgrund wieder gut belichtet ist. In den folgenden Jahren werden neue Bodentriebe oder, bei Hochstämmen, Schösslinge über der Veredelung zu neuen Leitästen herangezogen. Ziel dieses Schnittes ist eine völlige Regenerierung der Krone. Wo dies bei vorher vergreisten Büschen nicht mehr erfolgt, empfiehlt sich eine Neuanpflanzung.

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