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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga

Hoffenheim feiert Last-Minute-Sieg – Hannover verspielt Führung

21.09.2017

Mainz Mit einem Tor in der Nachspielzeit hat Mark Uth der TSG 1899 Hoffenheim nach einem Fußball-Spektakel beim FSV Mainz 05 einen glücklichen 3:2 (2:2)-Sieg beschert. In einem spannenden und teilweise hochklassigen Bundesligaspiel brachten Danny Latza (6. Minute) und Yoshinori Muto (16.) die Hausherren am Mittwochabend vor 23.477 Zuschauern früh in Führung. Nadiem Amiri (23.), Sandro Wagner (45.+1) und Uth drehten jedoch die Partie für die weiter ungeschlagenen Kraichgauer, die sich mit elf Punkten im oberen Tabellenfeld festsetzten. Mainz bleibt mit drei Zählern unten drin.

„So einen späten lucky punch noch zu bekommen, ist ganz bitter. Wir haben heute alles reingeworfen. Jetzt schauen wir nicht auf die Tabelle, sondern nach vorne“, sagte der Mainzer Sportdirektor Rouven Schröder. Torhüter René Adler war bedient. „Wir müssen uns das selbst ankreiden. Wir haben zwei Tore geschossen, das muss auch mal reichen“, kritisierte der Schlussmann.

Die Mainzer legten los, als hätte es das 0:4 bei den Bayern am vergangenen Samstag nicht gegeben. Von der ersten Minute an wurde der Europa-League-Starter, der angesichts der ungewohnten Dreifachbelastung auf fünf Positionen rotierte, in die Defensive gedrängt.

Gleich der erste Schuss war ein Volltreffer: Latza zog aus rund 20 Metern ab und ließ TSG-Torhüter Oliver Baumann mit seinem platzierten Flachschuss keine Abwehrchance. Die Gäste wirkten geschockt und fanden kein Mittel gegen die aggressiven und zweikampfstarken Mainzer.

Vom gepflegten Kombinationsspiel des Vorjahresvierten war zunächst nichts zu sehen, dafür legten die 05er schnell nach. Muto startete auf der linken Seite ein Solo, das er mit einem Schuss ins kurze Eck erfolgreich abschloss.

Die TSG, die im Vorjahr nach einem 1:4-Rückstand noch zu einem 4:4 gekommen war, bewies jedoch erneut Nehmerqualitäten. Das Team von Trainer Julian Nagelsmann schüttelte sich kurz und schlug durch Amiri, der FSV-Torwart René Adler aus 16 Metern überwand, zurück.

Jetzt war Hoffenheim drin im Spiel. Lukas Rupp (30.) per Direktabnahme und Havard Nordtveit (42.) mit einem Freistoß konnten Adler nicht überwinden. Die besseren Chancen hatten aber weiter die Hausherren. Levin Öztunali lief nach einem weiten Adler-Abwurf allein auf das Hoffenheimer Tor zu, schob den Ball jedoch vorbei. Viktor Fischer scheiterte nur 60 Sekunden später an Baumann. Das rächte sich kurz vor der Pause, als Wagner nach einer Ecke per Kopf zum Ausgleich für Hoffenheim traf.

Die erste Offensivaktion nach dem Wechsel gehörte wieder dem FSV. Daniel Brosinski zog aus gut 20 Metern ab, doch Baumann tauchte ins bedrohte Eck und lenkte den Ball noch um den Pfosten. Wie schon im ersten Durchgang war Mainz präsenter in den Zweikämpfen und setzte der TSG, bei der nun Kerem Demirbay und Andrej Kramaric im Spiel waren, mächtig zu.

Latza (71.) unterzog Baumann einer weiteren Prüfung, die der Hoffenheimer Schlussmann bestand. In der Nachspielzeit parierte Adler zunächst bravourös, doch nach einem Eckball kam Uth frei zum Schuss und sorgte für großen Jubel bei den Gästen.

Hannover punktet auch in Freiburg

Die „Unbezwingbaren“ von Hannover 96 punkten eifrig weiter, diesmal aber auch mit etwas Glück: Der glänzend in die Saison gestartete Aufsteiger erkämpfte sich am 5. Spieltag der Fußball-Bundesliga beim SC Freiburg ein 1:1 (0:0) und ist mit nun elf Punkten so gut wie noch nie zu diesem Zeitpunkt.

Martin Harnik (66.) erzielte mit seinem vierten Saisontreffer zunächst die Führung für Hannover. Der eingewechselte Nils Petersen (83.) glich für Freiburg, das in Person von Florian Niederlechner zudem einen Foulelfmeter (54.) verschoss, kurz vor Schluss noch aus.

Zumindest verhalten jubeln durften die Hannoveraner dennoch. Denn durch das nächste Spiel ohne Niederlage setzte sich die beeindruckende Serie mit Trainer André Breitenreiter fort. Seitdem der 43-Jährige bei 96 verantwortlich ist - und das sind nunmehr immerhin 15 Pflichtspiele - verlor Hannover nicht einmal. Dementsprechend zuversichtlich waren die Niedersachsen angesichts dieser Vorzeichen nach Freiburg gereist.

„Wir haben uns heute gegen die Niederlage gestemmt. Jetzt wollen wir auch am Wochenende gegen Köln unsere Serie fortsetzen“, sagte Harnik bei Sky. Auch Petersen war nach dem 20. Joker-Tor seiner Bundesliga-Karriere zufrieden: „Es war etwas glücklich, dass der Ball vor meine Füße fällt. Das mit den Joker-Toren habe ich ja schon letzte Saison gut hingekriegt.“

Im Spiel nach vorne blieb bei den Gästen über weite Strecken aber vieles Stückwerk, gegen angriffslustige Freiburger war die Defensive zudem mehr gefordert als vielleicht erwartet. Denn beim 0:4 in Leverkusen waren die Breisgauer noch erschreckend harmlos aufgetreten - auch wegen der katastrophalen Bilanz von gerade einmal vier Torschüssen schickte SC-Trainer Christian Streich vom Papier her eine etwas offensivere Startelf auf den Platz.

Und die machte ihre Sache richtig gut. Vor allem der quirlige Niederlechner gefiel mit herausragender Laufarbeit, er besaß mit dem Distanzschuss in der 19. Minute auch die erste Chance zum Führungstreffer. Während der Sport-Club, wie in dieser Szene, hauptsächlich nach Balleroberungen in die Gefahrenzone drang, profitierte Hannover von Standardsituationen. So köpfte Niclas Füllkrug (24.) den Ball nach einer Ecke nur knapp über die Querlatte.

Verdienter wäre die Führung zur Halbzeit aber ohnehin für die Gastgeber gewesen. Freiburg erspielte sich von Minute zu Minute mehr Mut, Marco Terrazzino (28.), Mike Frantz und Niederlechner (32.) prüften 96-Keeper Philipp Tschauner in der unterhaltsamsten Phase der ersten Halbzeit gleich dreimal.

So schwungvoll setzte sich das Duell nach dem Seitenwechsel zwar nicht fort, Freiburg blieb allerdings das bestimmende Team. Auch nach dem Fauxpas von Niederlechner, der den Strafstoß selbst herausgeholt hatte, wirkte der SC keinesfalls verunsichert oder geknickt. Er suchte weiter den Weg nach vorne mit der Hoffnung auf das erlösende Tor.

Dies erzielte auf der anderen Seite Harnik, der eine scharfe Hereingabe von Füllkrug aus kurzer Distanz verwertete. Streich musste agieren, er wechselte seinen Top-Joker Petersen und Liverpool-Leihgabe Ryan Kent (64.) ein und versuchte damit, zumindest noch einen (verdienten) Punkt zu retten. Mit Erfolg: Neun Minuten nach seiner Einwechslung drückte Petersen den Ball mit rechts über die Linie.

Traumhaftes Jubiläum für Dardai mit Hertha

Hertha BSC hat Trainer Pal Dardai ein süßes Jubiläum beschert. Bayer 04 droht dagegen nach der dritten Auswärtspleite nacheinander schon früh in der Saison eine unruhige Zeit. Im 100. Pflichtspiel von Chefcoach Dardai besiegte der Berliner Fußball- Bundesligist am Mittwochabend eine vor allem in der Defensive naive Leverkusener Mannschaft mit 2:1 (2:0) und kletterte in der Tabelle mit acht Punkten auf Rang acht.

Mathew Leckie mit seinem bereits vierten Saisontor (16. Minute) und Salomon Kalou (24.) belohnten mit ihren Treffern vor 32 825 Zuschauern im Olympiastadion Hertha für den bisher besten Saisonauftritt. Für die Gäste konnte der emsige Julian Brandt nur noch verkürzen (84.).

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