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NWZonline.de Sport Fußball

WETTSKANDAL: 1860 München und Ahlen weisen Vorwürfe zurück

09.03.2010

FRANKFURT /MAIN Dreieinhalb Monate nach Bekanntwerden des neuen Fußball-Wettskandals ist eine weitere Zweitliga-Partie unter Manipulationsverdacht geraten. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) informierte am Montag die zuständige Staatsanwaltschaft Bochum darüber, dass es bei der Begegnung Anfang Februar zwischen 1860 München und Rot-Weiß Ahlen einen Hinweis auf eine „möglicherweise beabsichtigte Spielmanipulation“ gebe.

Zwar seien im Vorfeld der Partie vom 8. Februar keine signifikanten Auffälligkeiten auf dem internationalen Wettmarkt ausgemacht worden. In der Nachbereitung habe dann aber das Frühwarnsystem Sportradar einen Hinweis ergeben, über den der DFB und die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Sonnabend informiert wurden.

Ob Spieler in die angeblich geplante Manipulation verwickelt sein sollen, wurde nicht bekannt. Nach dem Spiel war es zu Tumulten gekommen. Zwei 1860-Anhänger waren auf den Platz gestürmt und hatten Schiedsrichter Markus Wingenbach (Diez) attackiert.

Die Staatsanwaltschaft Bochum konnte den Eingang der DFB-Nachricht noch nicht bestätigen. „Es liegt uns noch nichts vor“, sagte der Sprecher der Abteilung für Wirtschaftskriminalität, Bernd Bienioßek. Die Staatsanwaltschaft ermittelt seit Anfang 2009 gegen eine international agierende Bande. Im November waren die Ermittler an die Öffentlichkeit gegangen. 200 Partien in Europa stünden unter Manipulationsverdacht, 200 Verdächtige seien ausgemacht und 15 festgenommen worden.

„Mit Irritation“ nahmen die „Löwen“ die Mitteilung von DFB und DFL zur Kenntnis. „Die Formulierung ist leider so vage, dass wir damit nichts anfangen können“, sagte Geschäftsführer Manfred Stoffers.

Nach eingehender Analyse des Spiels seien Trainer Ewald Lienen und Sportdirektor Miki Stevic übereingekommen, dass es „nicht den geringsten Hinweis auf eine bewusste Schlechtleistung eines an der Partie beteiligten Spielers von 1860“ gebe. In der Partie seien von allen Beteiligten Fehler gemacht worden, betonte Lienen.

Die Partie zwischen 1860 und Schlusslicht Ahlen endete am 21. Spieltag mit einem 1:0-Erfolg der Gäste aus Westfalen. Besondere Auffälligkeiten gab es in dem Abendspiel vor der Geisterkulisse von nur 14 800 Zuschauern in der Münchner WM-Arena nicht. Benjamin Kern erzielte Mitte der ersten Halbzeit das entscheidende Tor.

„Da kann nichts gewesen sein. Wenn unser Torhüter Sascha Kirschstein nicht so gut gehalten hätte, hätten wir dort nicht gewonnen. Und unser 1:0 durch Benjamin Kern war ein Glücksschuss“, erinnert sich Ahlens Vize-Präsident Jörg Hellwig. „Außerdem sind uns keine offensichtlichen Fehlleistungen der Schiedsrichter aufgefallen.“

Torhüter Kirschstein war bereits im Herbst ins Visier der Ermittler geraten. Nach Angaben seines Anwalts Horst Kletke konnte Kirschstein die Vorwürfe im Dezember aber entkräften.

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