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NWZonline.de Sport Fußball

Afghanische Kicker tauchen unter Fußball U-16-Nationalteam trainiert in Deutschland – Rückschlag für Sport

04.03.2009

STUTTGART /KABUL Der mühsame Neuaufbau der Sportszene in Afghanistan hat einen herben Rückschlag erlitten: Drei Fußballer und ein Trainer der U-16-Auswahl setzten sich von ihrer Mannschaft ab, die zu einem zweiwöchigen Trainingslager in der Sportschule Ruit (Ostfildern) in Deutschland war. „Dieses wird negative Konsequenzen für andere Athleten und ihre Chance haben, in Zukunft in andere Länder zu gehen und dort mehr zu lernen“, sagte Sayed Mahmud Zai Dashti, Vize-Präsident des Olympischen Komitees Afghanistans.

Keramuddin Karim, Chef des afghanischen Fußballverbands, bestätigte das Verschwinden des Quartetts. Der Lehrgang in Baden-Württemberg war Teil eines Förderprojekts des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) und des Deutschen Fußball-Bunds (DFB). Weder die Spieler noch der Coach hätten sich bislang bei deutschen Behörden oder afghanischen Verbänden gemeldet, teilte Karim mit. Die Verschwundenen würden vermutlich Asyl „irgendwo in Europa“ suchen, ergänzte er. Während des Trainingslagers hätten mehrfach Nachwuchskicker versucht, sich abzusetzen. Mit Hilfe der Polizei wurde dies aber verhindert, erklärte ein Sprecher der Sportschule.

„Das ist ein großer Schlag für den Fortschritt des Sports in Afghanistan“, urteilte Abdul Sabur Walisada, Trainer der Frauen-Nationalmannschaft. Sein Team sollte ebenfalls ein Trainingslager in Deutschland absolvieren. Der Coach fürchtet nun die Absage der Reise. „Wegen dieser Leute verlieren diese armen Mädchen die Chance, vom Training in Deutschland zu profitieren“, sagte Walisada.

Wiederholt hatten sich schon afghanische Sportler abgesetzt: 2004 waren es neun Fußball-Nationalspieler, 2008 eine Leichtathletin, die sich auf die Olympischen Spiele vorbereitet hatte.

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