• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Sport Fußball

Ajax-Profi nach Zusammenbruch „außer Lebensgefahr“

10.07.2017

Hippach Auch am Tag nach dem dramatischen Zwischenfall im abgebrochenen Testspiel waren die Fußball-Profis von Werder Bremen und Ajax Amsterdam noch sichtlich geschockt. Zwar ist der zusammengebrochene Ajax-Profi Abdelhak Nouri inzwischen außer Lebensgefahr, viele Fragen sind aber nach wie vor ungeklärt. „Wir hoffen, dass alles gut wird. Wir halten alle Spieler auf dem Laufenden“, sagte Ajax-Coach Marcel Keizer nach der Rückkehr des Teams in der Nacht auf Sonntag nach Amsterdam. Es sei noch zu früh, um etwas über die Aussichten auf eine vollständige Genesung Nouris zu sagen, sagte Keyzer im Gespräch mit dem Sender NOS.

Für die Ajax-Profis war am Sonntag komplett frei, ein für Montag geplantes öffentliches Training wurde abgesagt. Auch bei Werder ging es im Trainingslager zunächst nur bedingt weiter. „Das hat alle natürlich sehr mitgenommen. Das hat einem einmal mehr vor Augen geführt, wie schnell alles anders sein kann“, sagte Kapitän Zlatko Junuzovic am Sonntagmittag. Zuvor hatte lediglich eine Einheit auf dem Fahrrad auf dem Programm gestanden, am Nachmittag war ganz frei.

„Ich denke, dass man die Mannschaft erstmal in Ruhe lassen sollte. Wir werden versuchen, das aufzuarbeiten“, sagte Werders Sportchef Frank Baumann. Er bot den Profis Gespräche mit dem Psychologen Andreas Marlovits an. „Vor allem auch die Gespräche zwischen den Spielern helfen sehr“, berichtete Junuzovic.

Am Abend zuvor hatten beide Teams dramatische Stunden erlebt. Der nicht mit Werder-Coach Alexander Nouri verwandte 20 Jahre alte Ajax-Spieler Abdelhak Nouri war nach etwa 70 Minuten beim Stand von 2:1 für Werder zusammengesackt und leblos am Boden liegen geblieben. „Es gab ein Herz-Kreislauf-Versagen“, erklärte Baumann. Sofort versuchten Ärzte, Nouri mit Herzdruckmassagen zu reanimieren. Der Youngster wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus nach Innsbruck geflogen und in einen künstlichen Tiefschlaf versetzt.

In diesem befand sich Nouri auch am Sonntag noch. Immerhin bestand aber keine Lebensgefahr mehr. „Es war schön, diese positive Nachricht zu bekommen“, sagte Junuzovic. Am Abend zuvor waren auch die Bremer noch deutlich besorgter. „Heute haben wir wirklich einen tragischen Moment erlebt. Das Leben und der Fußball können so schön sein, es kann aber auch so grausam sein“, sagte Baumann. „Wir sind auch geschockt und müssen das erstmal verarbeiten.“ Dies war auch in den den fahlen Gesichtern der Bremer Spieler zu erkennen. Immer wieder telefonierten auch sie mit ihren Familien.

„Unsere Gedanken und allerbesten Wünsche sind bei Nouri, seinen Angehörigen, den Spielern, Fans und bei Ajax Amsterdam“, sagte Baumann. Auch von Konkurrenzclubs wie Feyenoord Rotterdam und PSV Eindhoven sowie vom niederländischen Fußballverband KNVB gab es sogleich Solidaritätsbekundungen. Ex-Trainer Frank de Boer schrieb: „Bleibe stark. Du hast der Welt noch so viel zu zeigen.“

Der niederländische U21-Nationalspieler Nouri war nach der Pause im Zillertal eingewechselt worden. Für Ajax kam auch der ehemalige Schalker Profi Klaas-Jan Huntelaar in der zweiten Halbzeit zum Einsatz und verpasste mit einem Lupfer an die Latte den Ausgleich. Mateo Cassierra hatte den niederländischen Rekordmeister nach 21 Minuten in Führung geschossen. Johannes Eggestein (46.) und Florian Kainz per Foulelfmeter schossen die Bremer Tore im letztlich unwichtigen Testspiel.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.