ALKMAAR - ALKMAAR/DPA/SID - Tim Wiese hält Werder Bremen im Rennen: Dank der glänzenden Paraden des Torwarts darf der Fußball-Bundesligiste weiter auf den Einzug ins Halbfinale des Uefa-Pokals hoffen. Der Torhüter rettete den nach der Pause erschreckend schwachen Bremern das 0:0 bei AZ Alkmaar und damit eine gute Ausgangsposition für das Viertelfinal-Rückspiel am Donnerstag (20.45 Uhr/Sat 1). Nun will der 25-Jährige auch in der Meisterschaft die Bremer Titelchancen festhalten und am Sonntag (17 Uhr) im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg seinen Kasten „sauber“ halten.

Dagegen wird das Formtief von Miroslav Klose immer erschreckender. Im Spiel beim niederländischen Ehrendivisionär präsentierte sich der WM-Torschützenkönig noch schwächer als in den Wochen zuvor. „Ein Tor wäre eine Befreiung“, gab Klose zu und hofft auf die Trendwende gegen die Franken. „Ich mache mir aber keinen Druck.“

Unzufrieden mit seinem Stürmerstar war auch Werder-Trainer Thomas Schaaf. Er nahm ihn jedoch in Schutz: „Es ist unbestritten, dass Miro besser spielen kann, aber wir dürfen unsere Leistung nicht nur an einem Spieler festmachen. Wir müssen insgesamt als Mannschaft im Angriff energischer sein.“

Trotz aller Bremer Probleme sieht Nürnbergs Trainer Hans Meyer sein Team als absoluten Außenseiter. „Alles, was über eine knappe Niederlage mit ordentlicher Leistung von uns hinausgehen würde, wäre für uns ein Zugewinn“, sagte er am Freitag. Bremen habe sich nach seinem „Holperstart in die Rückrunde“ inzwischen gefangen. Der „Club“ muss in Bremen auf Verteidiger Dominik Reinhardt verzichten, der sich gegen Hertha BSC (2:1) einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen hatte.