Hannover - Mit einem bemerkenswerten Treuebekenntnis hat Clubchef Martin Kind im Abstiegskampf ein Zeichen gesetzt. Der Präsident des Fußball-Bundesligisten Hannover 96 hält auch nach dem 1:1 gegen Hertha BSC an Trainer Tayfun Korkut fest. „Ja, das Wort steht“, bekräftigte Kind die Jobgarantie für den seit zwölf Spielen sieglosen Coach.
Die Rückendeckung, die Kind dem glücklosen Coach diesmal bereits vor dem Anpfiff gab, löste zwar nicht die Blockade der Mannschaft, erfreute aber Dirk Dufner. „Ich finde es gut, dass der Präsident das gesagt hat. Das ist eine bemerkenswerte Jobgarantie“, erklärte der Manager.
„Das 1:0 hätte uns eigentlich beflügeln müssen. Beim Gegentor haben wir aber in der zweiten Reihe nicht aufgepasst“, haderte Torschütze Christian Schulz (75. Minute). Die Freude über sein Tor währte nur acht Minuten. Dann glich Valentin Stocker (83.) mit einem Kunstschuss für die Hertha aus. Die Kritiker von Korkut fühlten sich durch den Spielverlauf bestärkt. Erneut stellte der 41-jährige Coach nur einen Stürmer auf, zudem wechselte er die wirkungslosen Offensivspieler Didier Ya Konan und Jimmy Briand viel zu spät aus.
„Für uns ist das zu wenig. Wir werden bis zum Saisonende leiden“, kommentierte Korkut die Situation, zumal mit Leverkusen, Hoffenheim und Wolfsburg drei sehr spielstarke Teams auf das verunsicherte 96-Team warten.
