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NWZonline.de Sport Fußball

Premier League: Auf Entlassung folgt Entrüstung

25.02.2017

Hamburg /Leicester Der Rauswurf von Claudio Ranieri (65) bei Leicester City schlägt hohe Wellen – nur Jürgen Klopp zeigte sich nicht besonders beeindruckt. „Was kann ich sagen? Bin ich überrascht, dass solche Dinge passieren? Nein“, sagte Klopp, der mit seinem FC Liverpool am Montag in der Premier League bei Leicester antritt. „Es ist nicht nur Fußball. Für mich gab es einige eigenartige Entscheidungen in 2016 und 2017 – Brexit, Trump, Ranieri.“

„Abscheulich“, „unverzeihlich“ und „herzzerreißend traurig“ – selten löste eine Entlassung derart Unverständnis in der Fußball-Welt aus. Vereinsidol Gary Lineker reagierte entsetzt, das Medienecho war verheerend und der große José Mourinho prangerte stellvertretend für die aufgebrachte Öffentlichkeit die „Hire-And-Fire“-Mentalität im Profi-Fußball an.

„Gestern ist mein Traum gestorben“, teilte der Italiener am Freitag in einer ersten Stellungnahme mit, die sein Agent veröffentlichte: „Nach der Euphorie der letzten Saison und der Meisterschaft habe ich nur davon geträumt, in Leicester zu bleiben. Leider sollte es nicht sein.“

„Das ist der neue Fußball, Claudio“, schrieb Mourinho, Trainer von Manchester United: „Behalte dein Lächeln, mein Freund. Niemand kann die Geschichte zerstören, die du geschrieben hast.“ Der „Independent“ kommentierte bissig: „Die Entlassung von Claudio Ranieri ist ein abscheuliches Verbrechen, das zeigt, dass der Fußball seine Seele verloren hat.“

Ranieri, erst Anfang Januar zum Welttrainer des Jahres gekürt, war am späten Donnerstagabend nur 297 Tage nach dem sensationellen Gewinn des Meistertitels und nur 24 Stunden nach der 1:2-Niederlage im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League beim FC Sevilla aufgrund der jüngsten sportlichen Talfahrt unehrenhaft entlassen worden. „Er ist wirklich eine besondere Person, ein netter Kerl“, sagte Ex-BVB-Trainer Klopp.

Gegen den FC Liverpool werden wohl Ranieris bisherige Assistenten Craig Shakespeare und Mike Stowell das Team betreuen. Shakespeare wies am Freitag Gerüchte zurück, wonach eine Spieler-Revolte Ranieri zu Fall gebracht hat. Als Favorit auf die Nachfolge des Italieners gilt Landsmann Roberto Mancini, auch Frank de Boer (Niederlande) wird gehandelt.

Der frühere Starstürmer Lineker, der in seiner aktiven Zeit 95 Tore in 194 Spielen für die „Foxes“ erzielt hatte, bedankte sich unterdessen noch einmal ausdrücklich bei Ranieri und brandmarkte die Trennung bei Twitter als „inakzeptabel, unverzeihlich und herzzerreißend traurig“. Er habe in der Nacht eine Träne verdrückt. „Für Claudio. Für den Fußball. Und für meinen Club“, sagte er BBC Radio. Der „Guardian“ schrieb: „Ranieris Herrschaft endet auf grausame und brutale Weise“.

Noch vor zwei Wochen hatten die Club-Besitzer um Vichai Srivaddhanaprabha (Thailand) dem Meistertrainer Ranieri ihre „unerschütterliche Unterstützung“ zugesagt.

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