AUGSBURG - Der FC Augsburg hat die Erfolgsserie des VfB Stuttgart nicht beenden können und muss weiter um den Verbleib in der Fußball-Bundesliga zittern. Der Neuling unterlag dem Europa-League-Anwärter am Dienstag mit 1:3 (1:2), verharrt aber auf dem am Ende rettenden 15. Platz.

Nando Rafael brachte Augsburg per Foulelfmeter (5. Minute) in Front. Serdar Tasci (24.), Martin Harnik (34.) und Vedad Ibisevic (84.) drehten aber die Partie. Während der FCA die erste Heimpleite seit mehr als fünf Monaten einstecken musste, blieb der VfB im achten Spiel in Folge ungeschlagen und darf mehr denn je von einem Start in der Europa League träumen.

„Ich glaube, Stuttgart hat viermal aufs Tor geschossen und dreimal getroffen. Wir glauben aber weiter an den Klassenerhalt und werden weiter Gas geben“, sagte FCA-Torwart Simon Jentzsch. VfB-Manager Fredi Bobic schaute bereits auf das Spiel an diesem Freitag (20.30 Uhr) gegen Werder Bremen: „Ich bin froh, wenn wir den fünften Platz verteidigen. Das Spiel gegen Bremen wird ein Spiel für Europa. Wir sind gewappnet.“

Für Hertha BSC und Altmeister Otto Rehhagel rückt derweil der Abstieg immer näher, der SC Freiburg um Trainer Christian Streich kann dagegen den Rettungssekt kaltstellen. Mit einem 1:2 (0:1) gegen die Breisgauer bleibt Aufsteiger Berlin vier Spieltage vor Saisonende auf einem Abstiegsplatz, die Hoffnung auf Rettung geht gegen Null. Freiburg hat mit dem siebten Spiel ohne Niederlage nacheinander nun hingegen bereits sechs Punkte Vorsprung auf Relegationsplatz 16.

Bedanken konnten sich die Gäste am Dienstag bei Hertha-Profi Roman Hubnik, der der Streich-Elf mit zwei Geschenken den Weg ebnete. Das 0:1 erzielte er per Eigentor selbst (7. Minute), den zweiten Treffer durch Sebastian Freis (67.) begünstigte er stümperhaft. Als dem Tschechen selbst in der 81. Minute dann der Anschlusstreffer gelang, keimte vor 45 778 Zuschauern noch einmal Hoffnung auf – vergeblich. Zu allem Überfluss verletzte sich Hubnik auch noch am Knöchel.

„Insgesamt ist das zu wenig“, analysierte Herthas Andreas Ottl nach dem Schlusspfiff, „aber wir haben immer noch vier Spiele. Die Schlacht ist noch nicht verloren.“