Düsseldorf - Der FC Augsburg lebt, nach zwei kuriosen Geschenken des Düsseldorfer Torhüters Fabian Giefer ist die Hoffnung zurück. Nach einer miserablen Hinrunde siegte der Tabellenvorletzte der Fußball-Bundesliga am Sonntagabend beim unerklärlich schwachen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf verdient mit 3:2 (2:0) und feierte die seit dreieinhalb Monaten herbeigesehnte Initialzündung im Abstiegskampf. Es war der erste Sieg des FCA seit dem 5. Oktober 2012, der letzte Auswärtserfolg lag sogar 281 Tage zurück. Dies war ein 2:1 beim VfL Wolfsburg am 14. April 2012.
Die beiden kuriosen Tore von Sascha Mölders (40. Minute/71.) und ein präziser Linksschuss von Koo Ja-Cheol (45.) lassen die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl auf eine ähnliche Aufholjagd wie in der Rückrunde der Vorsaison hoffen. Der Relegationsplatz ist nur noch einen Punkt entfernt.
Die Fortuna, für die Stefan Reisinger zweimal traf (73./90.+1), holte ihren fast schon abgeschriebenen Rivalen aus dem Tiefschlaf und wird wohl bis zum Saisonende zittern müssen.
Vor dem 0:1 köpfte Innenverteidiger Juanan zurück zu Giefer, der überraschte Torwart ließ den Ball durch die Beine gleiten, und Mölders brauchte nur noch einzuschieben. Kurz darauf nutzte Koo die Verwirrung in der Düsseldorfer Defensive zum 0:2. Beim 0:3 schoss Giefer Mölders nach einem Rückpass an, von dort prallte der Ball ins Tor.
„Unsere Jungs haben das klasse gemacht. Für mich ein verdienter Sieg. Es zeigt, dass wir dran glauben, dass wir leben“, sagte der neue Augsburger Manager Stefan Reuter.
