Oldenburg - Überraschungscoup geglückt: Sie wollten sich nicht verstecken und selbstbewusst auftreten. Im Viertelfinale des Niedersachsen-Pokals (Conti-Cup) gegen Hannover 96 haben die U-17-Fußballer des JFV Nordwest dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt und den favorisierten Bundesligisten durch einen 2:1 (1:0)-Erfolg aus dem Wettbewerb geworfen.

„Alle Spieler haben sich an den taktischen Plan gehalten und überragend verteidigt“, sagte Trainer Lasse Otremba voller Stolz. Gleichzeitig kombinierte Regionalligist JFV phasenweise gefällig. Belohnt wurden die Bemühungen mit der 1:0-Führung durch Luke Bleckmann in der 30. Minute.

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte konnte sich Hannover nicht entscheidend gegen die starke JFV-Defensive um Abwehrchef Aaron Lepthien durchsetzen. Vielmehr erhöhten die Gastgeber durch Julius Zaher auf Zuspiel von Finn Zeugner auf 2:0 (50.). „Danach hatten wir gute Chancen und hätten eigentlich das dritte Tor machen müssen“, sagte Otremba.

Doch gelang Hannovers U-17-Nationalspieler Ilyas Bircan in der 66. Minute der Anschluss. In der Schlussviertelstunde versuchte 96, mit langen Bällen zum Erfolg zu kommen, doch weitere Treffer sollten nicht mehr fallen.

Der Sieg war für JFV-Trainer Otremba Zeugnis für die tolle Entwicklung und die harte Arbeit, die sein Team in der Hinrunde vollbracht hat. Nach holprigem Beginn war der JFV immer besser in Form gekommen und spielte sich in der Liga in unmittelbare Nähe des Relegationsplatzes zwei.

„Wir gehen jetzt mit einem positiven Gefühl in die Winterpause und wollen das in der Rückrunde natürlich bestätigen“, sagte der 25-Jährige. Im Pokal-Halbfinale wartet mit Havelse (Regionalliga), VfL Osnabrück und VfL Wolfsburg (beide Bundesliga) auf jeden Fall ein attraktiver und lukrativer Gegner.