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NWZonline.de Sport Fußball

Badstuber steht vor dem Neuanfang – mal wieder

13.05.2017

Gelsenkirchen /München Wann immer Joachim Löw auf Holger Badstuber angesprochen wird, lobt der Bundestrainer das „große Kämpferherz“ oder die „unglaubliche Moral“ des ehemaligen Nationalspielers. Keiner verstehe es so gut wie Badstuber, auch nach den schwersten Rückschlägen wieder aufzustehen. Jetzt sind diese Qualitäten erneut gefragt. Badstubers Zukunft als Fußballer ist ungewiss, obwohl er gerade mal nicht verletzt ist.

„Es war von Anfang an klar, dass Holger Badstuber nach seiner Ausleihe an den FC Schalke 04 eine neue Erfahrung wahrscheinlich im Ausland suchen will“, teilte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge von Badstubers Klub Bayern München am Freitag mit. Das hieß auch: Beim deutschen Rekordmeister, wo Badstuber seit seinem 14. Lebensjahr spielte, hat er keine Perspektive mehr - und keinen Vertrag.

Rummenigge betonte, dass Badstubers Arbeitspapier am 30. Juni ende. Eine Verlängerung im vergangenen Winter vor der Ausleihe Badstubers an Schalke 04, die für das Geschäft als Voraussetzung galt, hat es demnach nicht gegeben. Rummenigge bedankte sich noch für das „vorbildliche Engagement“ Badstubers in all den Jahren und wünschte alles gute für die Zukunft. Wo die liegt, ist ungewiss.

Auf Schalke jedenfalls nicht. „Wir denken nicht über eine Verpflichtung nach. Das hat der Trainer mit ihm besprochen“, hatte Schalke-Sportvorstand Christian Heidel am Donnerstag gesagt. Badstuber soll am Samstag (15.30 Uhr/Sky) vor dem Bundesligaspiel gegen den Hamburger SV verabschiedet werden.

Badstuber habe, ganz der ewige Kämpfer, „sehr verständnisvoll“ auf diese Ansage reagiert, berichtete Trainer Markus Weinzierl. In Matija Nastasic habe S04 bereits einen guten Linksfuß in der Innenverteidigung, „aber Holger muss immer spielen, er hat durch viele Verletzungen schon viel Zeit verloren“. Und dass Badstuber spiele, könne Weinzierl nicht garantieren.

Genausowenig wie dessen Münchner Kollege Carlo Ancelotti. Der bekommt zu den Weltmeistern Mats Hummels und Jerome Boateng sowie Javi Martínez im Sommer Niklas Süle (1899 Hoffenheim), einen weiteren Innenverteidiger. Fanliebling Badstuber wird nicht mehr gebraucht.

Dabei ist es noch keine fünf Jahre her, dass Badstuber eine goldene Zukunft prophezeit wurde. Bei den Bayern und in der Nationalmannschaft galt er als gesetzt, Löw schwärmte von der starken „Spielauslösung“ des Münchners. Dann begann die unglaubliche Leidensgeschichte des Holger B. mit Kreuzband- und Muskelrissen, Knöchelbruch und wiederkehrenden muskulären Problemen. Sein letztes von bislang 31 Länderspielen bestritt er im März 2015 gegen Australien, wegen einer Hüftblessur musste er in Kaiserslautern zur Pause raus.

Schalke sollte ein Neuanfang werden, nachdem Badstuber in der Hinrunde bei den Bayern nur zu drei Einsätzen gekommen war. In Königsblau fügte der 28-Jährige seinen 119 Bundesligaspielen zehn hinzu. Zum Vergleich: Leipzigs Timo Werner, sieben Jahre jünger als Badstuber, kommt schon jetzt auf 125 Einsätze. Immerhin: Zuletzt durfte Badstuber vier Mal durchspielen.

Bei Twitter bezeichnete er die Leihe unter dem Hashtag „WinWin“ als „richtigen und wichtigen Schritt. Schalke hat mir gutgetan. Ich hab Schalke gutgetan.“ Aber nicht gut genug.

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