BARCELONA - Bayern München trifft im Endspiel der Champions League auf Inter Mailand. Dem italienischen Fußball-Erstligisten reichte am Mittwochabend ein 0:1 (0:0) beim FC Barcelona zum Einzug ins Finale, das am 22. Mai in Madrid ausgetragen wird. Das Hinspiel hatte die Mannschaft von Trainer Jose Mourinho mit 3:1 für sich entschieden. Das Tor von Gerard Pique (84.) kam zu spät.
Die Münchner rechnen sich gegen Mailand derweil gute Aussichten auf den zweiten Gewinn der Champions League aus. „Gegen Inter haben wir etwas mehr Chancen als gegen Barcelona“, sagte Trainer Louis van Gaal: „Mailand spielt nicht so auf Angriff wie Barcelona.“ Van Gaal freut sich besonders auf das Duell „mit meinem Freund Jose Mourinho“. Der Inter-Trainer war einst sein Mitarbeiter beim FC Barcelona. „Das ist auch ein Spaß“, sagte van Gaal. Grundsätzlich gilt für ihn mit Blick auf das Endspiel am 22. Mai in Madrid: „In einem Finale können wir jede Mannschaft schlagen.“
Vom Anpfiff weg feuerten die Katalanen unter den 98 000 Fans im Stadion Camp Nou ihr Team frenetisch an. Die Gastgeber begannen gegen die defensiv eingestellten Italiener mit viel Schwung, agierten dabei in der Anfangsphase aber meist kopflos.
Trainer-Fuchs Mourinho hatte Barca zudem mit einem taktischen Schachzug verunsichert. Im Spielberichtsbogen war die Siegerelf der Vorwoche angekündigt, doch beim Anpfiff stand statt Goran Pandev plötzlich Cristian Chivu auf dem Feld.
Nach 20 Minuten fand Barcelona mehr und mehr seine Linie. So kamen die Gastgeber in der 23. Minute zur ersten großen Chance, als Pedro eine Direktabnahme aus zehn Metern neben das Tor setzte.
Fünf Minuten später kochten die Emotionen hoch. Nach einem leichten Wischer von Inter-Spieler Thiago Motta gegen Busquets zückte der belgische Schiedsrichter Franck de Bleeckere unberechtigterweise die Rote Karte. Danach rastete Motta aus, und beim Gang vom Feld würgte er seinen Gegenspieler.
Barcelona, das ein 2:0 zum Weiterkommen benötigt hätte, berannte nach der Pause das Mailänder Tor. Inter stand aber mit allen Kräften am eigenen Strafraum.
