BARCELONA - BARCELONA/BREMEN - Alter neuer Bewerber im Buhlen um Miroslav Klose: Der spanische Fußball-Meister FC Barcelona hat sein Interesse an einer Verpflichtung des Fußball-Nationalspielers von Werder Bremen offenbar konkretisiert. Bereits zu Jahresbeginn war der 28-Jährige mit den Katalanen in Verbindung gebracht worden.
„Wenn nichts in letzter Minute dazwischen kommt, wird er demnächst für Barça stürmen“, schreibt das spanische Fachblatt „Sport“. Barcelonas Sportdirektor Txiki Begiristain schwärme schon lange für Klose und sei spätestens seit dessen fünf Toren bei der WM an einem Transfer interessiert. Die Zeitung „El mundo deportivo“ glaubt an einen Abschied von Samuel Eto‘o vom FC Barcelona und bringt ebenfalls Klose als Nachfolger ins Spiel.
Werder Bremens Clubführung behält trotz der Diskussionen über die Zukunft von Klose kühlen Kopf. In dem Verwirrspiel um Meldungen über Geheimtreffen mit Bayern München stellte Werders Vorstandsvorsitzender Jürgen Born nüchtern fest: „Es besteht immer noch ein Vertrag mit Miroslav Klose bis 2008, und es gibt keine Anfrage, weder von Bayern noch von Barcelona.“ Sollten sich die Münchner jedoch mit Klose getroffen haben, „wäre das jenseits der Fifa-Regeln und jenseits des guten Geschmacks“.
Sportdirektor Klaus Allofs sagte zu dem angeblichen Treffen: „Sollte es sich so zugetragen haben, hätten sich die Bayern wenig stilvoll verhalten.“ Einen Wechsel von Klose innerhalb der Bundesliga schlossen Born und Allofs aus. Born: „Dabei bleibt es auch.“ Mit dem Spieler sei lediglich vereinbart, dass man sich bei einem Angebot aus dem Ausland „an einen Tisch setzt und darüber redet“. Anders ausgedrückt: Die nationale Konkurrenz soll auf keinen Fall gestärkt werden. Eine Auflösung des Vertrages wäre gegen eine hohe Ablösesumme bei einem internationalen Transfer aber möglich – etwa bei einem Wechsel zum FC Barcelona.
Wenn die Bremer nicht bluffen, ist Bayern München im Ringen um Klose höchstens Außenseiter. Eine Bestätigung der Zusammenkunft von Klose mit Bayern-Manager Uli Hoeneß und Trainer Ottmar Hitzfeld am Dienstag in einem Hotel am Flughafen in Hannover gibt es aber nach wie vor nicht.
