BARSINGHAUSEN/OLDENBURG - Die Fußball-Oberliga Niedersachsen wird ab der Saison 2010/11 eingleisig. Auf dem Verbandstag des Niedersächsischen Fußball-Verbandes (NFV) stimmte am Sonnabend die große Mehrheit der 306 Delegierten für den Zusammenschluss der bisherigen Staffeln Ost und West. Es gab nur 33 Gegenstimmen bei sechs Enthaltungen. Die fünfthöchste Spielklasse soll in ihrem Premierenjahr mit 20 Clubs spielen. Anschließend wird die Sollstärke auf 18 Teams reduziert.
Die Spielklassenreform war im Vorfeld kontrovers diskutiert worden. Unter anderem wurde Staffelleiter Klaus Bittigau (Rhauderfehn) seines Postens nach 22-jähriger Tätigkeit im Verbandsspielausschuss enthoben. Hintergrund ist ein Diskussionsvorschlag Bittigaus an die Vereine, unter der eingleisigen Oberliga eine zweigleisige Verbandsliga zu installieren. Der Vorsitzende Jürgen Stebani (Melbek), der davon „nur zufällig“ erfahren hatte, wertete Bittigaus Alleingang als Vertrauensbruch und entließ ihn telefonisch: „Eigenverantwortlich arbeiten ist gut, eigenwillig nicht.“ Bittigaus Nachfolge tritt ab sofort der Osnabrücker Frank Schmidt an.
NFV-Präsident Karl Rothmund (Barsinghausen) wurde derweil mit überwältigender Mehrheit für drei weitere Jahre im Amt bestätigt. Der 65-Jährige steht seit 2005 an der Spitze des Verbandes. Neben der Spielklassenreform beschloss der Verbandstag auch eine Strukturreform. Das Präsidium wurde von bisher fünf auf acht Personen aufgestockt. Dafür gibt es künftig keinen Verbandsbeirat mehr.
