BAVENSTEDT - „Hauptsache, die drei Punkte sind im Sack“, atmete Joe Zinnbauer, Trainer des Fußball-Niedersachsenligisten VfB Oldenburg, nach dem 2:0-Sieg am Sonnabend beim SV Bavenstedt auf. Die Tabellenspitze gaben die Oldenburger aber am Sonntag wieder ab, da der neue Ligaprimus SC Langenhagen mit 3:1 beim VfL Oldenburg gewann. Der SCL weist allerdings ein Spiel mehr auf.

Der VfB bestimmte vor 800 Zuschauern von Beginn an die Partie. Bavenstedt, das seit November 2005 zu Hause nicht mehr verloren hatte, brachten dagegen nur wenige Konter Entlastung von der anstrengenden Abwehrarbeit. Die Oldenburger Angriffsbemühungen wurden aber erst in der 34. Minute belohnt. Stefan Frye verwandelte einen Freistoß von Christian Thölking per Kopf zum überfälligen 1:0.

In der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild. Nun befand sich fast nur noch der SV Bavenstedt im Angriff und demonstrierte die bislang vermisste Souveränität auf eigenem Platz. Doch es war ein schier sinnloses Anrennen auf das Tor von VfB-Keeper Marco Elia. Zu umständlich und harmlos trugen die Gastgeber ihre Angriffe vor. Wesentlich effektiver war der VfB. Mit einem direkt verwandelten Freistoß erzielte Thölking das 2:0 (72.).

„Wir wollten in der zweiten Halbzeit mit der Führung im Rücken so spielen, wie es die Bavenstedter zuvor in Havelse getan hatten“, sagte Zinnbauer: „Hinten drin stehen und mit schnellen Kontern zum Erfolg kommen. Das ist uns gelungen, wenn es auch für die Zuschauer nicht gerade attraktiv aussah.“ Das stellte auch sein Gegenüber Gerhard Celnik fest. „Der VfB Oldenburg hat wie der FC Bayern gespielt“, resümierte Bavenstedts Trainer. „Nicht schön anzusehen aber überaus erfolgreich.“

Am Sonntag begann für Zinnbauer bereits die Vorbereitung auf das nächste Auswärtsspiel am Donnerstag beim TuS Pewsum. Im vergangenen Jahr verspielte der VfB die Meisterschaft am gleichen Datum beim SV Ramlingen/Ehlershausen. „Daran habe ich meine Mannschaft noch gar nicht erinnert“, antwortet der Trainer, angesprochen auf diesen dunklen Tag im vergangenen Jahr. „Ich denke, diese Mannschaft heute ist wesentlich stärker als vor Jahresfrist und zudem von einem unbändigen Siegeswillen besessen. Pewsum ist natürlich ein unangenehmer Gegner, aber wer in Bavenstedt gewinnen kann, der muss auch vor dem TuS Pewsum auf dessen kleinen Platz nicht in Ehrfurcht ausbrechen.“ Nur ein Sieg führt den VfB an die Tabellenspitze zurück.