Mainz/Leverkusen - Die Liga ist die beste Therapie für Bayer Leverkusen. Das peinliche Elfmeter-Aus im Achtelfinale der Champions League beantwortete die Werkself vom Rhein ebenso mit einem Sieg in der Fußball-Bundesliga wie das Scheitern im DFB-Pokal. Bei Mainz 05 setzte sich Bayer am Sonnabend mit 3:2 (1:0) durch und steckte dabei auch den Eklat um Emir Spahic weg, dessen Prügelei mit Ordnern nach der Pokalpartie gegen Bayern München für Gesprächsstoff sorgte.
Während DFB und Staatsanwaltschaft noch gegen den Bosnier ermitteln, zog der Club bereits am Sonntag die Konsequenzen und gab die sofortige Trennung von Spahic bekannt. „Emir Spahic ist ein herausragender Fußballspieler, der sich mit seinen Leistungen um Bayer 04 verdient gemacht hat. Die jüngsten Erkenntnisse nach dem Vorfall am vergangenen Mittwoch ließen uns jedoch keine andere Wahl“, kommentierte Bayer 04-Geschäftsführer Michael Schade. Der bis 2016 gültige Vertrag mit dem Innenverteidiger wurde laut einer Club-Mitteilung „in gegenseitigem Einvernehmen“ aufgelöst. Spahic habe die Verantwortung für sein Verhalten übernommen. Dass man schon zuvor im Kreis der Teamkollegen nicht mehr mit einer Rückkehr des Bosniers gerechnet hatte, verdeutlichte die Aussage von Kapitän Simon Rolfes nach dem Spiel in Mainz: „Wir wünschen dem verletzten Ordner gute Besserung. Er gehört auch zu unserem Verein. Der Sieg ist auch für ihn.“
Der Coach, der in Tin Jedvaj wohl schon einen Nachfolger für Spahic gefunden hat, hatte es verstanden, den Ausraster von Spahic und dessen Folgen aus den Köpfen der Spieler zu bekommen: „Wir mussten das ausblenden.“
