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NWZonline.de Sport Fußball

Fußball: Bayern sammeln nächste Trophäe ein

22.07.2013

Mönchengladbach Drei Wochen vor dem Start in die neue Saison hat der FC Bayern München der Konkurrenz das Fürchten gelehrt. Beim Ligapokal überzeugte der Triple-Sieger durch zwei glanzvolle Auftritte und setzte sich bei dem seit 2009 stattfindenden Turnier erstmals die Krone auf. Dem 4:0 (1:0) am Sonnabend im Halbfinale gegen den Hamburger SV folgte einen Tag später ein 5:1 (3:1) gegen Borussia Mönchengladbach. Den dritten Platz sicherte sich Borussia Dortmund. Der BVB schlug nach dem 0:1 im Halbfinale gegen Mönchengladbach im Platzierungsspiel den HSV durch Jonas Hofmanns Tor mit 1:0.

„Wir sind zufrieden. Wir haben gut gespielt, aber es sind noch wenige Dinge zu verbessern. Jeder Spieler, egal wer auf dem Platz steht, hat eine gute Einstellung. Das ist das Wichtigste für mich“, sagte der neue Bayern-Trainer Josep Guardiola nach dem Erfolg gegen Gladbach. Dass wegen des Überangebot an Stars Probleme aufkommen werden, erwartet Guardiola nicht, „wenn die Spieler akzeptieren, dass ich der Boss bin“.

HSV-Trainer sauer

Thorsten Fink, Trainer des Hamburger SV, platzte bei der 0:4-Niederlage seiner Mannschaft gegen den FC Bayern der Kragen: Ihn ärgerte die Passivität seiner Spieler so sehr, dass er kurzerhand alle acht Ersatzspieler auf einen Schlag einwechselte. Am Tag sprach Fink von einem Dämpfer zur richtigen Zeit: „Jetzt wissen alle, dass noch viel Arbeit wartet.“

Johan Djorou wird dem HSV erst einmal fehlen. Der Innenverteidiger unterzieht sich nach Vereinsangaben am Dienstag einer kleinen Operation an der Leiste und fällt für zwei weitere Wochen aus.

Für die Bayern trafen gegen den HSV Jérome Boateng (12. Minute), Mario Mandzukic (41.), Toni Kroos (44.) und Thomas Müller (52.). Gegen Mönchengladbach erzielten Ribéry (16.), Philipp Lahm (23.), Thiago (26.), Arjen Robben (41.) und Müller (60.) die Tore. Luuk de Jong (30.) verkürzte per Strafstoß auf 1:3.

Im Gegensatz zu den Rivalen aus der Fußball-Bundesliga verzichtete Guardiola auf allzu große Rotation in den Spielen. Dafür variierte die taktische Aufstellung: So spielte beispielsweise Außenverteidiger Lahm gegen Mönchengladbach vor 44 506 Zuschauern im defensiven Mittelfeld. Aber einer fiel besonders auf: Thiago.

Selbst Dauermahner Matthias Sammer lobte nach dem Debüt des Zugangs: „Er ist erst drei, vier Tage im Training, hat aber schon angedeutet, welche großartigen Fähigkeiten er besitzt.“ Doch bei den Bayern ist vorerst nicht mehr die Mannschaft der Star, sondern der Trainer. Und Guardiola präsentierte sich locker und bescheiden.

„Ich bin dem FC Bayern dankbar, dass er mir eine so gute Mannschaft gegeben hat“, sagte der 42-Jährige nach dem Erfolg. Auch für die Dutzenden Fotografen und TV-Kameras, die seine ersten Schritte vor großer Kulisse in einem Bundesliga-Stadion akribisch festhielten, hatte er ein Lächeln parat.

Sogar die Fans aus Dortmund, Mönchengladbach und Hamburg verharrten bei den Bayern-Spielen im Stadion. Die Konkurrenz staunte: „Die Bayern haben eine Qualität, unglaublich. Das ist der Wahnsinn“, sagte HSV-Sportdirektor Oliver Kreuzer.

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