München - Trainingsfrei im Titelkampf, Bayern Münchens Franck Ribéry und Arjen Robben nahmen aber schon einmal Fahrt für Juventus Turin auf. Jupp Heynckes hatte seinen Stars für Montag einen Tag Erholungspause gegeben, die Flügelflitzer verzichteten. In kurzen Einheiten legten sie unter anderem zahlreiche Sprints hin – das passt ins Bild der Bayern nach dem schnellsten Titel in der Bundesliga. Auf dem Weg zu den nächsten Trophäen will der Fußball-Rekordmeister auf keinen Fall an Tempo einbüßen. Erst recht nicht in der Champions League.

Das Viertelfinal-Rückspiel an diesem Mittwoch (20.45 Uhr/ZDF) in Turin soll nach dem souveränen 2:0-Hinspielerfolg der Münchner in der vergangenen Woche nur ein weiterer Schritt auf diesem (Erfolgs-)Weg sein. „Wir haben erst die erste Etappe erfolgreich abgeschlossen, jetzt wollen wir unsere Arbeit zu Ende bringen. Ich traue der Mannschaft alles zu“, sagte Trainer Heynckes.

Die Bayern stricken weiter an ihrer Legende. Sie wollen nach der Meisterschaft mehr, sie wollen alles, sie wollen eine „Super-Super-Saison“, wie Präsident Uli Hoeneß schon am Wochenende betont hatte: „Es wäre fatal, wenn wir diese Chance auf den Einzug ins Champions-League-Halbfinale und nächste Woche aufs Pokalendspiel nicht nutzen.“ Am 16. April ist der VfL Wolfsburg im Pokal-Halbfinale der Kontrahent der Münchner.

Doch erst einmal geht die Reise nach Italien, um von dort den Triumphzug fortzusetzen. „Wenn wir am Ende nur mit einem Titel dastehen, sind alle enttäuscht“, meinte Bayerns Torwart Manuel Neuer. Abwehrchef Dante fügte an: „Es gibt keinen Spieler, der schon zufrieden ist.“

Derweil muss der FC Bayern für das Fehlverhalten seiner Fans 15 000 Euro Strafe zahlen. Bei zwei Auswärtsspielen (Hoffenheim/Leverkusen) hatten Fans Rauchbomben gezündet und Bengalische Feuer abgebrannt.