Bremen/Oldenburg - Ein Verbleib von Kevin de Bruyne beim Fußball-Bundesligisten Werder Bremen wird immer unwahrscheinlicher. Am Belgier, der vom FC Chelsea für eine Saison an die Bremer ausgeliehen ist, hat offenbar nun auch Werders Ligarivale Borussia Dortmund Interesse. Zuvor war der 21-jährige Mittelfeldspieler bereits mit dem VfL Wolfsburg und Bayer Leverkusen in Verbindung gebracht worden. Werder-Geschäftsführer Thomas Eichin hatte zuletzt erklärt, sich um eine Verlängerung des Leihgeschäfts bemühen zu wollen.

Nach Informationen der „Rheinischen Post“ sind die Dortmunder bereit, für de Bruyne eine Ablösesumme von 17 Millionen Euro an Chelsea zu zahlen. Den Beweis seiner Klasse zeigte der offensive Mittelfeldspieler zuletzt am vergangenen Sonnabend, als er bei Werders 2:2 in Düsseldorf mehrere starke Szenen hatte. In dieser Saison kam de Bruyne in allen bisherigen 29 Punktspiele zum Einsatz, dabei gelangen ihm sechs Tore, neun weitere Treffer bereitete er vor.

Da der FC Augsburg am Sonntagabend durch den 2:0-Sieg gegen Eintracht Frankfurt auf Platz 16 vorrückte, beträgt der Vorsprung des Tabellen-14. Werder auf jenen Relegationsrang nur noch fünf Punkte – die Abstiegsgefahr ist in Bremen bei noch fünf ausstehenden Spielen also alles andere als gebannt. Der zuletzt heftig kritisierte Bremer Trainer Thomas Schaaf erhielt derweil Rückendeckung von seinem langjährigen Vorgesetzten Klaus Allofs. „Einen besseren Trainer, was die Identifikation mit dem Club angeht, was die tägliche Arbeit in allen Bereichen angeht, den kann man sich bei Werder nicht wünschen“, sagte der Sportdirektor des VfL Wolfsburg dem „Weser-Kurier“.

Ob ein Kurswechsel seinem abstiegsbedrohten Ex-Club weiterhelfen würde, wollte Allofs jedoch nicht ausschließen. „Am Ende steht Thomas Schaaf, der das für sich entscheiden muss. Er muss selbst beurteilen, inwieweit er seine Vorstellungen umsetzen kann.“

Allofs war an der Seite von Schaaf über 13 Jahre lang als Geschäftsführer für Bremen verantwortlich gewesen, ehe er im November 2012 nach Wolfsburg gewechselt war.