Oldenburg -  

Nach dem Schlusspfiff im Derby gegen Meppen ging Ihnen, wie jeder im Marschwegstadion sehen konnte, der Abschied sehr nahe . . .

Franko Uzelac (21)Ja, in der Tat. Es herrschte bei uns eine unglaubliche Kameradschaft, ein riesiger Zusammenhalt, wie man es wohl nicht überall im Fußballbereich findet. Jeder war für jeden da. Ich bin sehr froh, dass ich diese Zeit erleben durfte.

Wo haben Sie beim VfB ihre ersten fußballerischen Schritte gemacht?

UzelacDas war bei den C-Junioren. Danach habe ich alle weiteren Jugendklassen durchlaufen. Ich bin all meinen Trainern, die ich in dieser Zeit hatte, sehr dankbar, dass sie mir das beigebracht haben, was meine Leistung jetzt ausmacht. Ich habe immer die vollste Unterstützung von allen Seiten erhalten.

Was waren in den drei Jahren, in denen Sie in der ersten Männermannschaft gespielt haben, die herausragenden Ereignisse?

UzelacMein erstes Spiel bei den Männern! Der damalige Trainer Alexander Nouri hatte mich vor drei Jahren in die Startelf gegen den SV Wilhelmshaven gestellt. Auch das TV-Spiel in Meppen und natürlich die beiden Derby-Siege in dieser Saison gegen den SVM werden mir in bester Erinnerung bleiben.

Wie haben Sie die Situation erlebt, als Ihr Vater Predrag im September 2015 als Trainer entlassen wurde.

UzelacDas war für mich eine schwierige Situation. Ich habe damals sehr gelitten. Mein Vater und ich haben ein sehr gutes und vertrautes Verhältnis zueinander. Aber ich musste die Entscheidung akzeptieren, schließlich ging es um den Verein. Ich hatte auch Respekt vor dem neuen Trainer. Ich wurde von Dietmar Hirsch zum Vize-Kapitän bestimmt und war auch im Mannschaftsrat.