Hamburg/Berlin - Der für Dienstag geplante offizielle Start der HSV Fußball AG mit dem neuen Vorstandsvorsitzenden Dietmar Beiersdorfer an der Spitze wird sich einem Bericht der „Bild am Sonntag“ zufolge um voraussichtlich zwei Wochen verzögern. Der ehemalige Volleyball-Nationalspieler Klaus Meetz, mit dem Hamburger SV 1976 und 1977 deutscher Meister, hat per Befangenheitsantrag gegen den zuständigen Richter Einspruch gegen die Eintragung der neuen Satzung ins Vereins- und Handelsregister eingelegt.

Damit ist Beiersdorfer vermutlich bis Mitte Juli weiterhin nicht befugt, Verträge für den Hamburger Bundesligisten auszuhandeln und zu unterschreiben, obwohl wichtige Personalentscheidungen anstehen. So läuft seit Wochen ein Pokerspiel um Torjäger Pierre-Michel Lasogga vom Ligarivalen Hertha BSC Berlin, dessen Leihkontrakt Ende dieses Monats ausläuft.

Die Berliner werden an diesem Montag voraussichtlich ohne Lasogga das Training wieder aufnehmen. Der Leihvertrag mit dem HSV endet zwar am 30. Juni, doch bisher konnten sich beide Clubs nicht auf eine Ablösesumme einigen.

Mit einem Tag Verspätung präsentieren die Berliner ihren wichtigsten Zugang. Denn der Niederländer John Heitinga wird am Dienstag ins Training einsteigen, da sein Vertrag bei der Hertha erst am 1. Juli in Kraft tritt. Wie die Berliner startet auch Bayer Leverkusen mit seinem neuen Coach Roger Schmidt an diesem Montag ins Training für die neue Saison.

Noch nicht in Bundesliga-Form zeigte sich am Wochenende der SC Paderborn. Der Überraschungs-Aufsteiger verlor gleich zweimal gegen unterklassige Clubs. Bei einem Kurz-Turnier des Viertligisten SC Verl zogen die Ostwestfalen gegen den Drittligisten Preußen Münster mit 4:5 (0:0) nach Elfmeterschießen den Kürzeren. Danach unterlag Paderborn Verl deutlich mit 0:4.

Den Tatendrang des SC Freiburg stoppte unterdessen ein Unwetter. Wegen eines Gewitters wurde das erste Testspiel gegen einen badischen Bezirksligisten nach 75 Minuten beim Stand von 5:0 abgebrochen.