• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Sport Fußball

Noch fehlt die Leichtigkeit

11.09.2019

Belfast Nach einer kurzen Nacht konnte ein nachdenklich gewordener Joachim Löw mit seinen lernwilligen EM-Azubis planmäßig den Heimflug aus Belfast antreten. Vom Pilotenstreik bei British Airways, der den Flugbetrieb im Königreich erheblich beeinträchtigte, wurde die DFB-Delegation dank ihrer Sondermaschine nicht aufgehalten.

Planmäßig war auch der zähe Fußballabend gegen aufsässige Nordiren verlaufen, wenn man die laut Löw „sehr intensiven, sehr schwierigen 90 Minuten“ auf das Wesentliche reduziert. „Am Ende zählen drei Punkte in der Quali, das haben wir erreicht. Von daher können wir zufrieden sein“, sagte Löw im kleinen Pressesaal des Windsor Parks. Das Problem: Zufriedenheit strahlte er bei den Worten nicht aus.

Der Start in die EM-Saison mit dem 2:4-Rückschlag gegen die Niederlande und dem Arbeitssieg in Belfast hat Zweifel am raschen Reifen zu einer starken Turniermannschaft gesät, auch wenn Marco Reus betonte: „Wir haben einen wichtigen Schritt getan.“ Als Tabellenführer geht das DFB-Team (12 Punkte) in den finalen Dreikampf mit den Nordiren (12) und den Niederlanden (9 Punkte, ein Spiel weniger) um zwei EM-Tickets. „Wir haben nicht gesagt, dass wir mit dieser jungen Mannschaft jetzt jeden Gegner weghauen“, erklärte der Dortmunder Reus.

Die Woche war für die größtenteils unerfahrene Umbruch-Generation ein weiterer wertvoller Lernschritt. „Das war ein ganz wichtiges Spiel für uns. Es war schon zu merken, dass wir unter Druck standen“, sagte Kapitän Manuel Neuer, der wieder als Rückhalt im Tor gefordert war. „Wir mussten einige Schwierigkeiten überwinden in diesem Spiel“, gestand auch Löw ein. Souveränität und Leichtigkeit fehlten, am Anfang auch der Behauptungswille gegen körperlich robuste Nordiren, die „sehr mutig“ (Löw) angriffen. Erst das Premierentor von Marcel Halstenberg im Nationaltrikot löste die Bremse etwas. Serge Gnabry beseitigte in der Nachspielzeit mit dem 2:0 die Restzweifel am Sieg. Für ihn war es im zehnten Länderspiel das neunte Tor.

Auf die zentrale Frage wusste der Weltmeistercoach von 2014 allerdings auch keine Antwort. Reicht die Zeit, um schon 2020 wieder zur erweiterten Weltspitze zu gehören? „Der Weg in die Spitze ist kein einfaches Unterfangen“, sagte Löw: „Wir haben noch einige Monate Zeit und noch einige Länderspiele. Im nächsten Jahr wird sich zeigen, wo wir stehen. Das kann ich jetzt auch nicht sagen. Holland hat auch drei Jahre mit der aktuellen Mannschaft gebraucht. Da müssen wir noch hinkommen.“

Beim Nahziel sieht es wieder gut aus. „Ich sehe uns in der Gruppe absolut auf Kurs, dass wir uns qualifizieren“, erklärte Toni Kroos.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.