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NWZonline.de Sport Fußball

Aus Landesliga in Europapokal

14.02.2018

Bergamo Robin Gosens spielte 2012 in der Fußball-Landesliga, jetzt misst sich sich der 23-Jährige aus Emmerich am Niederrhein im Dress von Atalanta Bergamo in Italiens Serie A. Und an diesem Donnerstag (19 Uhr) fordert Gosens den DFB-Pokalsieger Borussia Dortmund in der Zwischenrunde der Europa League heraus. „Wir sind nicht der Favorit, aber wir können es Dortmund schwer machen. Unser Vorteil ist, dass wir das erste Spiel auswärts haben“, sagt Gosens.

Über seinen ungewöhnlichen Karriereweg meinte der Italien-Legionär, der zuvor in den Niederlanden auf sich aufmerksam gemacht hatte: „Für mich ist das alles wie ein Traum, den ich jetzt erlebe. Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie ich morgens beim VfL Rhede auf dem Platz stand, am Abend davor noch aus war und mit den Jungs Bierchen ohne Ende geschlürft habe. Und jetzt spiele ich gegen Clubs wie Neapel.“

Bei Bundesliga-Clubs spielt der Abwehrspieler laut eigener Aussage bislang keine Rolle: „Wenn in Deutschland mein Name fällt, haben mich neun von zehn Experten nicht auf dem Schirm. Die Bundesliga ist aber auf jeden Fall das Ziel, ein echter Traum.“

Mit 18 absolvierte Gosens ein Probetraining beim BVB. „Es war ein Fiasko“, betonte er, „ich konnte überhaupt nicht mithalten.“ Kurze Zeit später stand er wieder für Rhede auf dem Platz, da kam ein Scout von Vitesse Arnheim und fragte, ob er zum Probetraining kommen wolle.

Eigentlich wollte Gosens einen anderen Berufsweg einschlagen und hatte sich schon bei der Polizei beworben. „Ich hätte diese Laufbahn dann auch einschlagen können, weil ich den Test soweit schon bestanden hatte“, berichtet der Atalanta-Spieler, entschied sich aber für den Wechsel in die Niederlande.

Arnheim verlieh das Talent mehrmals, 2015 folgte der Wechsel zu Heracles Almelo, wo er Stammspieler wurde. Im vorigen Sommer zahlte Bergamo 900 000 Euro Ablöse für Gosens. „Wenn ich hier auf dem Trainingsplatz stehe, muss ich mich manchmal kneifen“, sinniert Gosens. Sein Vertrag in Bergamo hat noch eine Laufzeit bis 2020. Spätestens dann will er sich seinen Traum von der Bundesliga erfüllen – und vorher schon den BVB ärgern.