• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Sport Fußball

Wenn Romantik auf Realität trifft

20.08.2019

Berlin Wohl nie zuvor sind An der Alten Försterei die Fußball-Romantik der Fans und die Realität auf dem Rasen so drastisch aufeinandergestoßen wie an diesem Premierenabend. Die Anhängerschaft von Union Berlin feierte nach dem 15-Minuten-Schweigeprotest gegen das von ihnen so bezeichnete „Konstrukt“ RB Leipzig und der besonderen Ehrung für ihre verstorbenen Clubfreunde noch lange nach dem Schlusspfiff, in den Stadion-Katakomben lief die Aufarbeitung des bitteren 0:4-Einstandes in der Bundesliga.

Polter von der Bank

Auch Sebastian Polter konnte die Niederlage nicht abwenden. Der gebürtige Wilhelmshavener wurde in der 69. Minute für Sebastian Andersson eingewechselt. Der 28-Jährige hat mit Zugang Anthony Ujah und Andersson derzeit zwei Konkurrenten im Sturm. Trainer Urs Fischer braucht in seinem System hingegen nur einen klassischen Neuner. Mit einem dauerhaften Dasein als Reservist will sich Polter allerdings nicht abfinden. Er kämpft dagegen und bietet seine Leistung an. Leipzig war bei der Bundesliga-Premiere jedoch eine Nummer zu groß – das galt für Polter, wie auch für seine Mitspieler.

Nein, Nervosität sei es eher nicht gewesen, bemerkte Kapitän Christopher Trimmel: „Aber wir haben gesehen, dass in der Bundesliga eine Topmannschaft wie Leipzig Fehler sofort nutzt.“

Während die Sachsen sofort dran sind an Borussia Dortmund an der Tabellenspitze, bleibt für Union gleich mal der letzte Platz. „Man muss nur anschauen, wie viele Geschenke wir ihnen gemacht haben, dann brauchst du dich nicht wundern, wenn es am Ende 0:4 steht“, erklärte Fischer, der sofort nach den 90 für seine Berliner deprimierenden Minuten keine hundertprozentigen Erklärungen für den Fehlstart fand.

Champions-League-Teilnehmer Leipzig zeigte sich im Stadion An der Alten Försterei als übermächtig. „Das war klar viel zu wenig“, befand Trimmel. Und Mittelfeldmann Grischa Prömel sagte nach der „riesigen Enttäuschung“: „Wir haben gedacht, wir können Leipzig Paroli bieten.“ Das aber gelang den Eisernen praktisch in keiner Phase. „Wer weiß, wozu es gut ist“, sagte Prömel und versuchte, noch einen positiven Ansatz aus der misslungenen Erstliga-Premiere als 56. Bundesliga-Verein zu ziehen.

Die blitzschnellen Leipziger nutzten in ihrem ersten Liga-Match unter Nagelsmann die Defizite der Berliner gnadenlos: Die Tore von Marcel Halstenberg (16. Minute), Marcel Sabitzer (31.), Timo Werner (42.) und Neuzugang Christopher Nkunku (69.) verdeutlichten einen Unterschied, den es in der Bundesliga nicht mehr sehr oft zu erleben gibt. Der Österreicher Trimmel nannte einen Grund für die deprimierende Niederlage: „Wir haben nicht mutig genug nach vorn verteidigt, sind nur zurückgewichen.“

Union nicht abgestiegen

Nagelsmann warnte allerdings vor voreiligen Schlüssen. „Das war der erste Spieltag. Wir müssen das bestätigen, dann haben wir eine Chance, dass wir oben mitspielen“, betonte der Ex-Hoffenheimer. „Union ist noch nicht abgestiegen – und wir sind noch nicht Meister“, ergänzte der 32-Jährige.

Sein Kollege Fischer forderte von seinen Profis nun „eine schnelle Akklimatisierung“, damit nicht gleich der Anfangsschwung im Ansatz stecken bleibt: „Es liegt an uns, wie schnell wir uns in dieser neuen Liga zurechtfinden. Heute haben wir eine Kostprobe bekommen, was es heißt, in der Bundesliga zu spielen“, sagte der 53-jährige Schweizer.

Nagelsmann glaubt, dass die Fans und damit ein Stück auch die Fußball-Romantik für Union noch zu einem wichtigen Faktor werden können. „Wirklich eindrucksvoll, wie laut das Stadion sein kann. Der Druck, der von der Tribüne kommt, ist enorm, dem muss man erst einmal standhalten.“

Niklas Benter Redakteur / Sportredaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2031
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.