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NWZonline.de Sport Fußball

Corona: Profiligen erhalten mehr Staatshilfen

28.11.2020

Berlin Nach permanenten Rückschlägen gibt es für den deutschen Sport erstmals wieder positive Signale für den Existenzkampf in der Corona-Krise. Der Bund erhöht seine Sportförderung im Olympia-Jahr 2021 von 279 auf 293 Millionen Euro. Gleichzeitig dürfen die Profiligen im Basketball, Eishockey oder Handball weiter mit finanzieller Unterstützung vom Bund rechnen. Vom 1. Januar bis 30. Juni gibt es weitere 200 Millionen Euro an Corona-Soforthilfe.

„In einer schweren Situation für Sportdeutschland ist das ein enorm wertvolles Signal und ein Lichtblick für viele davon Betroffene im Sport“, sagte Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, am Freitag. „Unser Dank gilt allen Beteiligten, die seit Wochen und Monaten mit hohem Engagement daran mitgewirkt haben, ein Paket zu schnüren, welches einen Beitrag zum Schutz und damit zum Erhalt der wichtigen Vielfalt des Sports leistet.“ Wegen der Coronavirus-Pandemie ruht derzeit fast der gesamte Amateur- und Breitensport.

Neben der Fortzahlung der Millionen-Hilfe bis Mitte nächsten Jahres soll auch die von den Profiligen kritisierte Deckelung des Höchstbetrages von 800 000 auf drei Millionen Euro pro Verein erhöht werden.

„Damit wird sichergestellt, dass alle Ligen die Saison zu Ende spielen können und damit Insolvenzen bis zum Juni 2021 eigentlich abgewendet werden“, sagte der CDU-Sportpolitiker Frank Steffel: „Das ist ein starkes Zeichen für die Clubs und eine politische Botschaft, dass uns die Profiligen etwas bedeuten.“

Die betroffenen Profiligen, zu denen auch die 3. Fußball-Liga und die Frauen-Fußball-Bundesliga gehören, hatten in diesem Jahr bereits eine Soforthilfe von 200 Millionen Euro bekommen, mit der ausbleibende Zuschauereinnahmen wegen der Pandemie von April bis Dezember 2020 zu 80 Prozent erstattet werden sollen. Bisher sind davon laut Steffel 75 Millionen Euro abgerufen oder beantragt worden. Die verbleibenden 125 Millionen Euro sollen ins neue Jahr übertragen werden.

Auch die Basketball-Bundesligisten Rasta Vechta und EWE Baskets Oldenburg hatten zur Kompensierung der Einnahmeausfälle Sofort-Hilfen des Bundes beantragt. Rasta bekam laut Vereinsmitteilung bereits rund 740 000 Euro. Der Ligarivale aus Oldenburg warte hingegen noch auf die finale Prüfung des Antrags, wie die Baskets jüngst mitgeteilt hatten.

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Niklas Benter Redakteur / Sportredaktion
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