BERLIN - Die Bundesliga-Stadien sind sicherer geworden. Das zumindest ist das Fazit der Deutschen Fußball Liga (DFL) ein Jahr nach dem Start des Zehn-Punkte-Plans. „Der Profifußball hat Wort gehalten“, meinte Liga-Präsident Reinhard Rauball am Donnerstag in Berlin. Rund 25 Millionen Euro investierten die 36 Erst- und Zweitligisten in dieser Saison für Sicherheit in ihren Arenen.

An den Kosten für Polizeieinsätze wollen sich die Clubs aber auch in Zukunft nicht beteiligen. „Es gibt hierfür keine rechtliche Grundlage, da die Bundesliga nicht Störer im Sinne des Gesetzes ist. Der Fußball ist nicht die Ursache von Gewalt“, erklärte Rauball.

Schon jetzt entfällt der größte Teil der Investitionen für mehr Sicherheit auf den Ordnungsdienst. „Ich denke, dass es in den kommenden Jahren eher noch mehr werden wird“, sagte Rauball. Falls es zu einer erneuten Diskussion um eine Beteiligung der Vereine an den Kosten für die Polizeieinsätze kommen sollte, kündigte der DFL-Chef heftigen Widerstand an.

Zu mehr Sicherheit diene auch die Entscheidung der DFL, keine Partie des 32. Spieltages der Bundesliga am 1. Mai austragen zu lassen. Damit entsprach die DFL einem Wunsch von Polizei und Politik.