BERLIN - BERLIN/DPA/SID - Die Welt ist bereits begeistert von der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland, nun wollen die Organisatoren um Franz Beckenbauer verstärkt das WM-Fieber im eigenen Land steigern. Ab sofort soll die Vorfreude auf das größte Sportereignis des Jahres die Debatten um Tickets oder Sicherheit verdrängen.
Das erklärten die Chefs des deutschen Fußballs bei einem Treffen mit Außenminister Frank-Walter Steinmeier gestern in Berlin. DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder versprach, alles daran zu setzen, „dass die Nörgeleien jetzt aufhören und die reine Freude beginnt“.
Franz Beckenbauer habe sich auf seiner Reise durch die 31 Länder, die ab 9. Juni „zu Gast bei Freunden sind“, als „großartiger Botschafter“ gezeigt, sagte Steinmeier und betonte: Es sei dem „Kaiser“ auf seiner Tour vom Iran bis nach Australien „in ganz herausragender Weise gelungen“ ein Deutschland-Bild mit Freundlichkeit und Herzlichkeit zu zeichnen. „Lieber Herr Kollege“, sagte „Fußball-Außenminister“ Beckenbauer zum echten Amtsinhaber Steinmeier, „letztlich hat es sich gelohnt“.
Bundestrainer Jürgen Klinsmann wird seine WM-Kandidaten am 24. und 25. April in Düsseldorf einem vierten Fitnesstest unterziehen. Wegen der in der gleichen Woche möglicherweise anstehenden Termine in DFB- und Uefa-Pokal werden die Spieler von Bayern München und Schalke 04 den Termin aber nicht wahrnehmen. Durch den
zusätzlichen Termin stehen Klinsmann vor der Nominierung des WM-Kaders am 14. Mai weitere Daten zur Verfügung.
Die Diskussion um die Nummer eins im deutschen WM-Tor nimmt derweil an Intensität zu. Während die Verantwortlichen von Bayern München ein sofortiges Ende der seit zwei Jahren anhaltenden Torwart-Debatte fordern, stellte Klinsmanns Assistent Joachim Löw klar, dass die sportliche Führung der Nationalmannschaft an ihrem Zeitplan festhalten werde. So solle „in aller Ruhe Anfang Mai die Entscheidung fallen“, ob Oliver Kahn oder Jens Lehmann im Tor stehe.
