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NWZonline.de Sport Fußball

Amazon holt sich Rechte-Paket

11.12.2019

Berlin Der Medienriese Amazon sichert sich Fußball-Übertragungsrechte für die Champions League. Die Fans bewegt: Wo läuft was? Und was muss man dafür zahlen?

Welche Rechte hat sich Amazon gesichert?

Der Internet-Händler wird über seinen Streamingdienst von der Saison 2021/22 bis 2023/24 das Spitzenspiel des Dienstagabends live übertragen. Dem Mediendienst „DWDL.de“ zufolge handelt es sich dabei um das Rechtepaket „A1“. Die Europäische Fußball-Union hat die Champions-League-Rechte in mehrere Pakete gestückelt, und Amazon ist der erste Sieger dieser Ausschreibung.

Wer wird die anderen Spiele übertragen?

Das ist noch offen. Die anderen möglichen Kandidaten hielten sich am Dienstag bedeckt. Die aktuellen Rechteinhaber Sky und DAZN verwiesen auf den noch laufenden Vergabeprozess. Auch die Free-TV-Sender RTL, ZDF und ARD sowie die Uefa äußerten sich zunächst nicht. Zudem gilt die Telekom nach ihrem Coup bei der Rechtevergabe für die EM 2024 als möglicher Kandidat. Sollten sich auch Sky, DAZN und Telekom Champions-League-Pakete sichern, droht den Fans ein Abo-Chaos mit mehreren Zugängen, um alle Spiele der Königsklasse verfolgen zu können.

Welche Kosten
kommen auf die Fans zu
?

Aktuell kostet ein Jahresabonnement bei Amazon Prime 69 Euro. Ob der Medienriese die Kosten angesichts der wertvollen Rechte in Zukunft erhöht, ist unklar.

Wie sind die Partien
derzeit aufgeteilt
?

Sky und DAZN legen nach einem komplizierten Schlüssel fest, wer welche Spiele überträgt. Der Pay-TV-Sender setzt vor allem auf Spiele der deutschen Spitzenclubs und die Attraktivität der bei den Kunden beliebten Konferenzen. Der ebenfalls kostenpflichtige Streamingdienst zeigt wesentlich mehr Partien live. Beide Anbieter zeigen in der Gruppenphase jeweils zwölf Einzelspiele mit deutscher Beteiligung.

Was bedeutet der Einstieg für die Bundesliga?

Das US-Unternehmen ist eine große Nummer im Medienmarkt, der bei jeder Rechtevergabe mühelos mitbieten kann. Das dürfte die Deutsche Fußball Liga freuen, die die Bundesliga-Medienrechte ab 2021 im kommenden Jahr vergeben will. Ein neuer Konkurrent für Sky und DAZN dürfte zu einem Wettbieten im Sinne der Liga führen. Auch die Telekom gilt als großer Interessent. DFL-Chef Christian Seifert hatte zuletzt in der „Welt am Sonntag“ jedoch angekündigt, ein Abo-Chaos vermeiden zu wollen. Die Vergabe der milliardenschweren Bundesliga-Rechte wird – anders als die Rechtevergabe der Uefa – vom Bundeskartellamt begleitet.

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