BERLIN - Drei Vereine laufen Sturm gegen die Entscheidungen des DFB-Sportgerichts wegen Fehlverhalten ihrer Fans. Neben Fortuna Düsseldorf und dem 1. FC Köln wird auch Bundesliga-Absteiger Hertha BSC die vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) ausgesprochenen Strafen nicht akzeptieren. „Wir legen Einspruch ein“, sagte Hertha-Pressesprecher Peter Bohmbach am Freitag. Damit geht der Fall nun vor das DFB-Bundesgericht.

Das DFB-Sportgericht hatte nach den Ausschreitungen beim Relegations-Rückspiel der Hertha in Düsseldorf am 15. Mai (2:2) drastische Strafen verhängt. Hertha wurde mit einem Zuschauer-Teilausschluss im ersten Heimspiel und 50 000 Euro bestraft. Nur 15 000 Berliner Fans dürfen zum ersten Heimspiel gegen den SC Paderborn ins Berliner Olympiastadion.

Noch härter war Fortuna Düsseldorf bestraft worden. Im ersten Heimspiel des Aufsteigers, dem Derby gegen Borussia Mönchengladbach, sind keine Zuschauer zugelassen. Fortuna soll zudem eine Geldstrafe von 100 000 Euro zahlen. Auf Milde des DFB-Bundesgerichts hofft auch Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln, der das erste Heimspiel gegen Zweitliga-Aufsteiger Sandhausen vor halbleeren Rängen austragen und 50 000 Euro Strafe zahlen soll.

Allein Drittligist Dynamo Dresden hat sich damit abgefunden, sein erstes Heimspiel gegen 1860 München vor nur 16 000 Zuschauern zu bestreiten und 20 000 Euro Strafe zu zahlen.