BERLIN - Mit dem drittletzten Spieltag geht die Fußball-Bundesliga in die entscheidende Phase. Spitzenreiter Bayern München und Schalke  04 setzen ihr Fernduell um den Meistertitel mit kleineren verbalen Scharmützeln und ihren Auswärtsspielen gegen Mönchengladbach und Berlin fort.

„Ich glaube, dass Gladbach gute Chancen hat, das Spiel gegen die Münchner zu gewinnen. Denn die Bayern haben in der Champions League gegen Lyon Kraft gelassen“, stichelte Schalkes Trainer Felix Magath vor der Partie beim Schlusslicht Hertha BSC: „Ich gehe weiter davon aus, dass die Bayern nicht alle Spiele bis zum Saisonende gewinnen.“

Hertha-Trainer Friedhelm Funkel spricht seinem Team trotz der fast ausweglosen Lage mit fünf Punkten Rückstand auf einen Relegationsplatz vor dem Spiel gegen den Tabellenzweiten Mut zu. „Wir werden alles investieren, was in der Mannschaft steckt. Wir müssen an unsere Chance glauben“, betonte der Trainer, dessen Mannschaft seit 14 Heimspielen auf einen Sieg wartet.

Zuletzt hatte Hertha 1991 den Weg in die Zweitklassigkeit antreten müssen, erst sechs Jahre später gelang die Rückkehr. Für den im Abstiegsfall angepeilten sofortigen Wiederaufstieg gibt es noch viele Fragezeichen. Um die Lizenzunterlagen zu bekommen, muss Hertha noch nachbessern. Die Trainerfrage ist offen, diese soll Manager Preetz klären. An dessen Weiterbeschäftigung hat Club-Präsident Werner Gegenbauer seit Wochen keine Zweifel gelassen. „Die Frage, ob wir mit Michael Preetz weiter zusammenarbeiten, stellt sich für uns nicht. Er hat einen Dreijahresvertrag“, sagte Gegenbauer jetzt nochmals.

Rekordmeister München strotzt trotz der Turbulenzen um Superstar Franck Ribéry nach dem 1:0-Hinspielsieg gegen Lyon vor dem „Klassiker“ in Mönchengladbach vor Selbstbewusstsein. „Wir können das Gefühl herüberbringen, dass wir alles schaffen können. Was wir leisten, ist unglaublich. Aber wir können noch viel besser“, sagte Louis van Gaal.