BERLIN - Nach dem 1:5-Debakel gegen Meister Borussia Dortmund vor einer Woche ist der Hamburger SV in der Fußball-Bundesliga durch einen 2:1 (2:0)-Erfolg bei Hertha BSC zurück in ruhigerem Fahrwasser.
Entspannt ließ HSV-Trainer Thorsten Fink deshalb das Geschehen auf dem Platz Revue passieren. Viele haben damit gerechnet, dass wir einen Knacks bekommen haben, sagte Fink. Aber das ist nicht passiert, die Reaktion der Mannschaft war wirklich sehr gut. Das war auch für mich so nicht abzusehen und freut mich umso mehr.
Durch den Sieg haben sich die Hamburger Luft im Abstiegskampf verschafft und den ersten Erfolg des Jahres eingefahren. Ein Grund zur Euphorie ist der Dreier aber noch lange nicht. Der Abstand nach unten ist nicht groß. Aber wir sollten die Lehre aus den letzten beiden Spielen ziehen und nicht mehr nach unten schauen, sagte Heiko Westermann.
Dass seine Mannschaft das nicht mehr muss, hat sie Marcell Jansen (24. Minute) und Mladen Petric (45.) zu verdanken, die noch vor dem Seitenwechsel für die Entscheidung gesorgt hatten.
Nach indiskutabler Leistung in der ersten Halbzeit versuchten die Berliner in den letzten Minuten noch einmal alles, um nach dem Treffer von Pierre-Michel Lasogga (81.) nachzulegen. Es blieb aber bei dem Versuch.
Beim HSV zeigte insbesondere Startelf-Rückkehrer David Jarolim eine ansprechende Leistung. Er ist ein Teil der Mannschaft und hat gezeigt, dass er in den nächsten Monaten für uns wichtig sein kann, lobte Fink.
Für die Zielstellung bis Saisonende hat der Triumph indes keinerlei Auswirkungen. Ein gesicherter Mittelfeldplatz soll es werden, sagte Fink, dessen Team im kommenden Heimspiel gegen Bayern München Außenseiter ist. Wir werden schauen, ob wir ihnen vielleicht ein Bein stellen können.
Hertha ist dagegen seit acht Spielen und drei Monaten ohne Liga-Sieg. Der Abstand zu Relegationsplatz 16 beträgt zwei Punkte. Darüber wird zu sprechen sein, kündigte Michael Skibbe nach seinem misslungenen Heimdebüt als Berliner Coach an. Eine Stunde lag Hertha weit unter Bundesliga-Schnitt.
Pech hatte zudem Christoph Janker. Der Innenverteidiger war von HSV-Keeper Jaroslav Drobny unglücklich mit dem Ellenbogen getroffen worden und musste am Jochbein operiert werden. Der 26-Jährige fehlt für unbestimmte Zeit.
