BERLIN - Der Hamburger SV hat trotz der Anwesenheit von Trainer Huub Stevens im Kampf um einen Champions-liga-Platz in der Fußball-Bundesliga weiter an Boden verloren. Der HSV kam zum Auftakt des 29. Spieltages in einer schwachen Partie bei Hertha BSC nicht über ein 0:0 hinaus und blieb auch im fünften Ligaspiel in Folge ohne Sieg. Stevens’ Mitwirken war zuletzt fraglich, da sich seine Frau in den Tagen zuvor einer schweren Operation unterziehen musste.
Die größte Chance zum Sieg vergab Ivica Olic, der in der 75. Minute einen Foulelfmeter neben das Tor schoss. „Die Mannschaft hat mehr Mut als zuletzt gezeigt und bis zum Schluss auf Sieg gespielt. Deshalb bin ich auch zufrieden. So einen Elfmeter kann man immer mal verschießen“, sagte HSV-Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer.
Vor 40 289 Zuschauern konnte auch die Hertha am Ende mit der Punkteteilung nicht zufrieden sein. Die Berliner blieben im siebten Ligaspiel in Folge sieglos, das Polster zur Abstiegszone ist bei 34 Punkten dünn.
Hamburg, das in Spielmacher van der Vaart und Atouba (beide Gelbsperren), Jarolim (Rotsperre) und Kompany (persönliche Gründe) vier wichtige Spieler ersetzen musste, war in der ersten Halbzeit die etwas bessere Mannschaft. Pech hatte Hamburg, als sich der Argentinier Juan Pablo Sorin verletzte und durch Änis Ben-Hatira ausgewechselt wurde (18.). Der Mittelfeldspieler hatte in der 33. Minute die größte Chance, als er alleine vor Jaroslav Drobny auftauchte, aber den Ball nicht versenkte.
Der HSV nahm nach dem Wechsel zunächst das Tempo aus der Partie und zog sich zurück. Trotz einer weiteren Verletzung von Jerome Boateng hatten die Hamburger in der 75. Minute die große Chance zum Sieg. Berlins Josip Simunic holte den Hamburger Guy Demel im Strafraum von den Beinen. Ausgerechnet der Ex-Berliner Olic setzte den Ball links am Tor vorbei.
