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NWZonline.de Sport Fußball

Salut-Jubel bereitet auch im Amateurfußball Sorgen

17.10.2019

Berlin Die Aufregung über den Salut-Jubel türkischer Nationalspieler wird im deutschen Fußball zum Fall für die Sportgerichte. Zwar scheint am kommenden Wochenende in der Bundesliga ein politisches Bekenntnis zum international kritisierten Militäreinsatz der Türkei in Nordsyrien wenig wahrscheinlich – in den unteren Spielklassen hat der von der Uefa untersuchte Vorfall in der EM-Qualifikation aber bereits erste Nachahmer gefunden.

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan spielte den Wirbel herunter. Die Jubel-Gesten seien „selbstverständlich“ und „natürlich“, sagte er der Nachrichtenagentur DHA zufolge. An eine harte Bestrafung durch die Uefa, deren Disziplinarkammer an diesem Donnerstag berät, glaubt er deshalb nicht.

Im deutschen Amateurbereich spielen Teams, die sich fast ausschließlich aus türkischen Spielern zusammensetzen. Im Kreis Recklinghausen ermittelt der zuständige Verband nach Salut-Posen gegen die SG Hillen, Genclikspor Recklinghausen und die zweite Mannschaft der DTSG Herten, wie auch der WDR berichtete. Genclikspor, Tabellenführer der A-Klasse, zeigte wenig Verständnis. In der Kabine sei ein Foto mit türkischer Fahne gemacht worden, dabei hätten einzelne Spieler den Militärgruß gezeigt. „Aber das war als reine Gedenkminute für die verstorbenen Soldaten gedacht“, sagte der Vorsitzende Hakki Gürbüz. Das Foto habe der Verein inzwischen bei Facebook entfernt und sich entschuldigt.

Der Bayerische Fußball-Verband (BFV), wo zwei Vereine aufgefallen waren, will Clubs und Schiedsrichter weiter sensibilisieren – die Verbände in Baden-Württemberg berichteten von mindestens sechs Fällen.

Grundlage für die Landesverbände ist die Rechts- und Verfahrensordnung des DFB. In der steht: „Eines unsportlichen Verhaltens (...) macht sich insbesondere schuldig, wer sich politisch, extremistisch, obszön anstößig oder provokativ beleidigend verhält.“ Das Strafmaß reicht von einer Verwarnung bis hin zu einem Ausschluss auf Zeit.

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