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Fußball Schalker Auswärtssieg hält Titelkampf offen

dpa

BERLIN - Meister-Trainer Felix Magath heizt die Vision vom ersten Titel für Schalke  04 seit 52 Jahren weiter genüsslich an – Hertha BSC ist im Schalker Feuer schon verbrannt. Freimütig verkündete der Bayern-Verfolger nach dem 1:0-Sieg seines Teams in Berlin, dass der jetzt punktgleiche Bundesliga-Spitzenreiter aus München auch in den letzten beiden Saisonspielen „nochmals straucheln“ werde.

Start in Champions League

„Die erste Überraschung haben wir schon gesehen. Und es können noch zwei folgen“, kommentierte Magath das 1:1 der Bayern in Mönchengladbach. Den eigenen nicht unverdienten, gegen verzweifelt kämpfende Herthaner am Ende aber auch glücklichen Erfolg am 32. Spieltag hakten die Schalker schnell ab. Zumal die beste Auswärtsmannschaft der Liga mit dem goldenen Tor von Nationalspieler Heiko Westermann (87. Minute) vor 61  902 Fans den Sprung in die prestigeträchtige und geldbringende Champions League perfekt gemacht hat. „Über 20 Millionen Euro“ erhofft sich der Trainer-Manager Magath aus der Fußball-Königsklasse, die für Königsblau rational sogar mehr wert sein dürfte als die Meisterschale. Denn einen Teil braucht Schalke auch zum „Löcher stopfen“, verriet Magath: „Dann müssen wir in Ruhe nachsehen, wie viel in der Kasse verbleibt und was wir mit dem Rest anstellen.“

Auf den punktgleichen Spitzenreiter Bayern (je 64) und damit den Platz an der Sonne fehlen Schalke noch 13 Tore. In Berlin übten rund 10  000 mitgereiste Anhänger schon mal den Meister-Jubel. „Manchmal habe ich während des Spiels sogar gedacht, wir spielen zu Hause“, sagte der 24-jährige Torhüter Manuel Neuer, mit erstklassigen Paraden zweiter Sieggarant in Berlin, der einst als junger Fan in der Kurve den Meister-Traum schon geträumt hatte.

Negativrekord eingestellt

Die Hertha steht bei fünf Punkten Rückstand auf den Relegationsrang 16 als Absteiger so gut wie fest. Vor allem eine erneut schwache Chancenverwertung von Theofanis Gekas und Co. zerstörte beim Schlusslicht auch die letzte Hoffnung auf den Klassenerhalt. Nach dem 15. Heimspiel ohne Sieg – damit stellte Hertha den Negativ-Rekord von Tasmania Berlin aus der Saison 1965/65 ein – geht das Erstliga-Licht aus. „Wir können die Tabelle lesen“, erklärte Manager Michael Preetz.

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