BERLIN - Trotz des Traumstarts in die Rückrunde bleibt man beim FC St. Pauli auf dem Boden und vermeidet das Thema Aufstieg. Immerhin haben die Hamburger durch einen 2:0-Sieg in Ahlen den Rückstand auf Kaiserslautern auf drei Punkte verkürzt. Der Tabellenführer blamierte sich am 18. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga beim 0:3 gegen Greuther Fürth.
„Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Vom Aufstieg können aber andere reden“, sagte St. Paulis Trainer Holger Stanislawski. Er blieb auch deshalb skeptisch, weil sich der Tabellenzweite mit dem Sieg beim Schlusslicht lange schwer tat. „Das sind Spiele, die man einfach gewinnen muss“, so Stanislawski.
Leihgabe Richard Sukuta-Pasu von Bayer Leverkusen konnte sich auf seine Glückszahl 19 verlassen. 19 Jahre ist er alt, mit der U 19 wurde er Europameister. Bei St. Pauli trägt er das Trikot mit der Nummer 19 und exakt 19 Sekunden nach seiner Einwechslung stellte er kurz vor Schluss mit seinem Tor den 2:0-Sieg für Pauli sicher.
Gefeierter Held in Fürth war der neue Trainer Mike Büskens. „Nach der bescheidenen Hinrunde können wir diesen Erfolg gut gebrauchen“, sagte Büskens, nachdem Fürth zuvor sechs Spiele nicht gewonnen hatte.
„Diese Niederlage wirft uns nicht aus der Bahn“, so Marco Kurz trotzig. Der FCK-Trainer musste mehrmals auf die eigenen Fans einreden. Schiedsrichter Markus Schmidt (Stuttgart) unterbrach die Partie zweimal wegen Schneeballwürfen aus dem Gäste-Block. Nach dem Spiel kam es zu Auseinandersetzungen beider Fangruppen. Vier Polizisten wurden durch geworfene Flaschen und Eisbrocken verletzt.
Augsburg (3:1-Sieg gegen Cottbus) rückte zumindest bis diesen Montag (20.15 Uhr/DSF), wenn Bielefeld in Rostock antritt, auf Platz drei vor. Auch Duisburg hielt durch ein 5:0 über den FSV Frankfurt Kontakt zur Spitze.
Dabei sah Frankfurts Pekka Lagerblom wegen groben Foulspiels Rot (57.). Für Aufsehen sorgte aber der letzte Treffer. Christian Tiffert lupfte den Ball aus 16 Metern über Torwart Patric Klandt, der Ball sprang gegen die Latte und zurück aufs Feld – einen Meter vor die Torlinie. Doch Schiedsrichter Marco Fritz (Korb) und Assistent Thomas Münch (Rielasingen) entschieden auf Tor.
