BERLIN - Titelverteidiger Werder Bremen hat seine Auftakthürde im DFB-Pokal in beeindruckender Manier genommen. Der Fußball-Bundesligist setzte sich beim Zweitliga-Aufsteiger Union Berlin nach einer vor allem spielerisch überzeugenden Leistung mit 5:0 (3:0) durch und zog hochverdient in die zweite Runde des Wettbewerbs ein.

Stürmer Boubacar Sanogo (12. und 27.) sowie Innenverteidiger Naldo (20.) und der Bolivianer Marcelo Moreno (85. und 88.) erzielten vor 18 955 Zuschauern im ausverkauften Stadion „An der Alten Försterei“ die Treffer für den sechsmaligen Cupsieger, der sich für den Bundesliga-Saisonstart in einer Woche gegen Eintracht Frankfurt (Sonnabend, 15.30 Uhr, Weserstadion) gerüstet präsentierte. Die „Eisernen“ dagegen enttäuschten mit „Angsthasen-Fußball“ auf ganzer Linie.

Lob von Schaaf

„Die Mannschaft hat gut gespielt und besonders in der ersten Halbzeit sehr souverän und selbstbewusst agiert. In der zweiten Halbzeit hat sie ein wenig den Gang rausgenommen, ohne uns jedoch das Leben schwer zu machen“, resümierte Werder-Trainer Thomas Schaaf, während der Berliner Kollege Uwe Neuhaus bei seiner Mannschaft „Mut und Mumm“ vermisste. „Nach dem 0:3 war das Spiel für uns endgültig gelaufen“, meinte der Ex-Profi.

64 Tage nach dem Pokal-Triumph im Berliner Olympiastadion gegen Bayer Leverkusen (1:0) übernahmen die Bremer bei ihrer Rückkehr in die Hauptstadt sofort die Initiative und schnürten den Gastgeber in dessen Hälfte ein. Die drückende Überlegenheit nutzte der Europa-League-Starter zur beruhigenden 3:0-Führung nach nicht einmal einer halben Stunde. In Spiellaune präsentierte sich vor allem das Bremer Mittelfeld, in dem Zugang Marko Marin ebenso als Anspielstation und Ideengeber überzeugte wie Rückkehrer Tim Borowski.

Kaum Chancen für Union

Die Köpenicker standen oftmals zu weit weg von ihren Gegenspielern und trauten sich kaum in die Offensive. Die einzige nennenswerte Torchance der ersten Hälfte besaß Stürmer Kenan Sahin, dessen Schuss von Naldo aber noch abgeblockt wurde (38.). In der zweiten Halbzeit schaltete Bremen, das ohne die angeschlagenen Markus Rosenberg (Knieverletzung) und Daniel Jensen (Achillessehnenprobleme) antrat, einen Gang zurück, ohne jedoch die Kontrolle über das Spiel zu verlieren.

Neben dem torgefährlichen Sanogo ragten beim Bundesligisten die Neuzugänge Borowski und Marin heraus. Die enttäuschenden Unioner hatten im fleißigen Sahin ihren besten Mann.