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NWZonline.de Sport Fußball

Als Usain Bolt die Welt staunen ließ

15.08.2019

Berlin Usain Bolt grinste schelmisch. Als wüsste er, was er der Welt da gleich zeigen würde. Bolt tänzelte, er hampelte herum, machte seine Späßchen, das Publikum johlte vergnügt. Die Show an diesem 16. August 2009, 21.45 Uhr Ortszeit im Olympiastadion von Berlin, konnte also beginnen.

Bolts Bühne, die blaue Bahn, lag bereit. Startschuss. 41 Schritte hinein in die Ewigkeit. 9,58 Sekunden über 100 Meter. Neunkommafünfacht. Was für ein Spektakel. „Irgendwie ist dieser Abend weit weg und doch ganz nah. Wenn ich daran zurückdenke, fühle ich eine ganz besondere Energie“, sagte Bolt zuletzt über den Moment, an dem er als 22-Jähriger mit seiner Fabelzeit Geschichte schrieb.

Der Jamaikaner erinnert sich nur zu gerne an den Höhepunkt seines Schaffens zurück. „Erst die Stille vor dem Start, dann jubelnde Menschen und ein Meer blitzender Kameras. Das Stadion war elektrisiert, wie aufgeladen. Es waren unwirklich intensive Augenblicke“, sagte Bolt: „Ich habe diese Energie aufgesogen und einfach nur genossen.“ Noch heute sind die 9,58 des achtmaligen Olympiasiegers der gültige Weltrekord, natürlich.

Bolt spürte wohl, dass es ein magischer Tag werden sollte. Anders als auf den Tag genau ein Jahr zuvor bei den Olympischen Spielen in Peking, als er zum Superstar aufgestiegen war, rannte der Sprintriese in Berlin voll durch, in der Spitze war er unglaubliche 44,72 km/h schnell. Im Ziel ging sein Blick sofort links auf die Uhr. Erst als Bolt da gelb auf schwarz ablesen konnte, was vor seiner Ära nicht für möglich gehalten wurde, schlug er sich dreimal auf die Brust. Es folgte eine gigantische Stadion-Party mit Maskottchen Berlino, alle machten die legendäre Blitz-Pose, Berlin bebte.

Innerhalb von 15 Monaten hatte Bolt damit den 100-Meter-Weltrekord um 16 Hundertstelsekunden verbessert – die gleiche Entwicklung hatte zuvor 16 Jahre gedauert. „Das ist sicher ein großer Moment in der Leichtathletik-Geschichte und auch für Jamaika“, sagte Bolt damals und legte vier Tage später 19,19 Sekunden über 200 Meter nach. Anders als damals erwartet, wurde Bolt nicht mehr schneller als in diesen Tagen von Berlin. Bis zu seinem Rücktritt nach der WM 2017 in London jagte er seinen Zeiten vergeblich hinterher. Genau wie seine Erben auf der Bahn.

„Ich bin sicher, dass eines Tages jemand kommen und meine Rekorde brechen wird“, sagte Bolt, der seinen Traum von einer Karriere als Fußballer längst aufgegeben hat und sich als Unternehmer versucht. Es war eben ein ganz besonderer Abend, damals vor zehn Jahren, als Berlin bebte und Bolt die Welt staunen ließ.

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