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NWZonline.de Sport Fußball

Corona-Krise: Wie lange müssen Fans noch draußen bleiben?

30.06.2020

Berlin /Oldenburg Großveranstaltungen mit vielen Zuschauern sind nach den Vorgaben der Politik bis Ende Oktober verboten. Ausnahmen könnten möglich sein, wenn entsprechende Sicherheitskonzepte vorliegen. Doch was ist bei großen Sportveranstaltungen überhaupt vertretbar und realistisch?

Wie sieht’s derzeit im Fußball aus?

DFB-Chefmediziner Tim Meyer glaubt nicht, dass der Geisterspiel-Betrieb der Fußball-Bundesliga für längere Zeit zur neuen Normalität in der Corona-Krise gehören wird. „Ich bin schon zuversichtlich, dass wir einen Impfstoff bekommen werden, der wieder volle Stadien erlaubt. Aber das wird noch dauern“, sagt der Nationalmannschaftsarzt. Der 52-Jährige erstellte als Leiter einer Taskforce das strenge Hygienekonzept für den Sonderspielbetrieb, mit dem die Saison der Bundesliga und 2. Liga sportlich zu Ende gespielt werden konnten. Und das ohne „fußballbedingte Infektionen“, wie Meyer nach dem Abschluss aller 163 Partien ohne Publikum am vergangenen Wochenende betonte. Das Bundesliga-Konzept werde im August auch als „Blaupause“ für die Turniere zur Ermittlung des Champions-League-Siegers in Lissabon und des Gewinners der Europa League in Deutschland dienen – ebenso für die im Herbst wieder geplanten Länderspiele.

Wie ist die Situation in anderen Sportarten?

„Die Finalrunde in München war das Beste, was die Liga, die Clubs sowie Bayern München als Ausrichter geleistet haben. Wir haben unseren Fans in einem Format Spiele geboten, die für viel Spannung und Unterhaltung gesorgt haben“, lobte Hermann Schüller, Clubboss der EWE Baskets Oldenburg, das Finalturnier und schob hinterher: „Es bleibt hoffentlich einmalig.“ Als einziger Teamsport neben dem Profifußball haben die Basketballer ihre unterbrochene Spielzeit erfolgreich beendet. Noch ist offen, wann es wieder losgehen soll – ein Saisonstart bis spätestens Mitte Oktober und möglichst wieder mit Zuschauern wird angestrebt. Um wieder vor Fans spielen zu können, entwickelt die Liga ihr strenges Hygiene- und Sicherheitskonzept weiter. „Es wird am Ende womöglich darauf hinauslaufen, dass manche Hallen mit 50 Prozent Kapazität spielen können und manche nur mit 20 oder 30 Prozent“, sagte BBL-Geschäftsführer Stefan Holz. Zuschauereinnahmen sind für die Clubs überlebensnotwendig.

Für das Konzept 2.0 setzt die Liga wieder auf die Expertise von Florian Kainzinger, der auch den Deutschen Fußball-Bund bei Diagnostik/Tests berät und Projektleiter der Deutschen Fußball Liga in diesem Bereich ist. „Wenn die Situation in Deutschland so wie heute ist, dann können wir mit guten Konzepten überzeugen“, sagte Kainzinger mit Blick auf das Pandemiegeschehen. Der Geschäftsführer der Deutschen Eishockey Liga, Gernot Tripcke, erklärte kürzlich: „Wir nehmen zur Kenntnis, dass es kein allgemeines Verbot gibt und werden zusammen mit den Arenen alle Anstrengungen unternehmen, um so viele Zuschauer wie möglich in die Hallen zu bekommen.“ Auch die Handball-Bundesliga hofft auf einen Saisonstart schon im September mit immerhin bis zu 2000 Zuschauern.

Was sind die Hürden bei Sportveranstaltungen?

Mit Blick auf das Infektionsrisiko sind mehrere Faktoren entscheidend, erklärt der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit: Die Menge der Zuschauer, die Zeitdauer, die sie zusammen verbringen, und ihr Verhalten. Das unterscheide etwa Fußballspiele von Großveranstaltungen, bei denen es weniger emotional zugehe. „Meistens sind auch die Toiletten so ein Dreh- und Angelpunkt, weil es halt wenige sind und weil es da oft sehr eng wird“, sagt Schmidt-Chanasit. Auch für An- und Abreise müsste es schlüssige Konzepte geben.

Niklas Benter Redakteur / Sportredaktion
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