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NWZonline.de Sport Fußball

Übler Krimi um Geld aus China

11.02.2019

Berlin Ein dubioser Vermarkter, unmoralische Angebote und offizielle Ermittlungen: Der Manipulationsverdacht in der Fußball-Regionalliga Nordost weitet sich aus und ist nun sogar ein Fall für den Staatsanwalt. Es steht ein ungeheuerlicher Verdacht im Raum: Hat ein chinesischer Sport-Vermarkter versucht, über mehrere Vereine Spiele zu manipulieren?

Nach übereinstimmenden Medienberichten haben sich Vertreter des Vermarkters, der seine Zentrale im ostchinesischen Qingdao und eine deutsche Dependance in Wernigerode hat, Ende November mit Mitarbeitern des Regionalliga-Spitzenreiters Chemnitzer FC getroffen – unter dem Vorwand, im Stadion eine Loge anmieten zu wollen. Zur „Refinanzierung“ soll der Vermarkter laut „Bild“-Zeitung „sichere Siege“ vorgeschlagen und bei Umsetzung eine Prämie in Höhe von 60 000 Euro pro gewonnenem Spiel in Aussicht gestellt haben.

Die Vereinsvertreter sollen dies als Umschreibung für Spielmanipulationen aufgefasst, die Verhandlungen beendet und den Nordostdeutschen Fußball-Verband (NOFV) sowie die Staatsanwaltschaft in Chemnitz unterrichtet haben. Ein Insider behauptete in der „Magdeburger Volksstimme“, dass mehrere Regionalligavereine von jenem Sportvermarkter angesprochen worden seien. NOFV-Geschäftsführer Holger Fuchs sagte dem MDR: „Ja, wir haben Kenntnis, dass eine Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Chemnitz eingegangen ist. Und auch Babelsberg ist an uns herangetreten. Von weiteren Vereinen ist mir nichts bekannt.“

Das Pikante daran: Jener Sportvermarkter ist Kooperationspartner von Germania Halberstadt. Dieser Regionalligist steht im Zentrum eines Manipulationsverdachts, dem die Staatsanwaltschaft Neuruppin nun in einem offiziellen Verfahren nachgeht. In jenem Fall hatte der NOFV bereits Ermittlungen gegen den sportlichen Leiter von Halberstadt, Andreas Petersen, eingeleitet. Der Vater des Nationalspielers Nils Petersen (SC Freiburg) soll vor dem Ligaspiel beim SV Babelsberg am 30. November (3:1) zwei Spieler des Gegners mit der Absicht kontaktiert haben, „ihr Engagement zurückzunehmen“, wie der damalige NOFV-Präsident Rainer Milkoreit es bezeichnet hatte. Petersen hatte die Vorwürfe zurückgewiesen.

Der Sportvermarkter war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Gegenüber dem Onlineportal Tag24 bestätigte Sportvorstand Thomas Sobotzik vom Chemnitzer FC das Treffen mit der Firma. In einer Mitteilung erklärte der CFC: „Unser Verein verurteilt jede Form von Spielmanipulation zutiefst und wird dagegen mit allen möglichen Mitteln vorgehen.“

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