BIELEFELD - Der Abstieg von Arminia Bielefeld ist besiegelt, die Emotionen kochen hoch: Eine beispiellose Finanzspritze aus dem Sicherungsfonds des Ligaverbandes DFL für den maroden Fußball-Zweitligisten sorgt in der Bundesliga für eine hitzige Diskussion. Mit der Entscheidung vom Dienstag, 1,25 Millionen Euro aus dem DFL-Rettungstopf auszuzahlen, trat automatisch ein Drei-Punkte-Abzug gegen die Ostwestfalen in Kraft. Die Arminia, die selbst ohne die Strafe so gut wie sicher abgestiegen wäre, ist somit rechnerisch nicht mehr zu retten.
Das Sportliche aber ist Nebensache, im Mittelpunkt steht die politische Dimension dieser erstmaligen Ausschüttung aus dem Hilfsfonds. Der Fonds ist grundsätzlich zu begrüßen. Aber jetzt kann sich eine Mannschaft ganz locker ein paar Punkte abziehen lassen, das ist sehr grenzwertig, sagte Bayer Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler.
Aufgebracht wird die Summe von den übrigen 35 Erst- und Zweitligisten, die einen Teil ihrer TV-Gelder weiterleiten. So zahlt Bayern München rund 70 000 Euro, der FC Ingolstadt 12 000 Euro.
