BOCHUM - Sein Tor war Weltklasse, seine Vorstellung exzellent, doch nach dem Abpfiff lief bei Nelson Valdez nichts mehr. Erst eineinhalb Stunden nach dem Revier-Derby und einem Liter Wasser, drei Radlern sowie zwei Gläsern Bier konnte der Paraguayer seine Dopingprobe abgeben. Danach hatte der Stürmer Zeit, seinen Schlenzer aus rund 25 Metern in den Torwinkel zum 2:0 (1:0) beim VfL Bochum richtig zu genießen. Es war der vierte Dreier des BVB in Folge und erste Sieg seit zehn Jahren beim Nachbarn.
Nach 85 Minuten und seinem sechsten Saisontor (54.) verließ Valdez unter dem Applaus der Fans den Rasen des mit 31 328 Zuschauern ausverkauften Bochumer Stadions. Sein Tor sorgte für die Vorentscheidung, nachdem Patrick Owomoyela (11.) in seinem 100. Einsatz in der Fußball-Bundesliga erstmals seit vier Jahren wieder getroffen hatte.
In Dortmund dürfen die Fans nach dem sechsten Auswärtssieg wieder vom Sprung in die Europacup-Ränge träumen. Vor vier Wochen haben alle gesagt, dass wir im Niemandsland der Tabelle stehen, sagte Dede, jetzt sind Glück und Selbstvertrauen wieder zurückgekommen.
Dortmund betrieb mit einer starken Vorstellung beste Werbung für das Heimspiel am kommenden Sonnabend gegen den Hamburger SV. Dem VfL hingegen stehen bis zum Klassenerhalt nach der siebten Heimniederlage schwere Wochen bevor zumal Shinji Ono mit Verdacht auf einen Innenbandriss ausschied und die Verletztenliste verlängerte. Am kommenden Sonnabend tritt der VfL bei Werder Bremen an.
