BOCHUM - Die Überflieger von 1899 Hoffenheim sind nicht von der Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga zu verdrängen. Mit dem 3:1 (0:1) beim VfL Bochum feierte der kesse Aufsteiger am Mittwoch schon den vierten Sieg in Serie und festigte seine Position als Nummer eins. Vor 24 444 Zuschauern steckten die Badener den frühen Rückstand durch Dennis Grote (3.) wett und münzten in der zweiten Hälfte ihre technische Überlegenheit in Tore um. Demba Ba (64.), Vedad Ibisevic (70./Foulelfmeter) mit seinem elften Saisontor und Carlos Eduardo (71.) machten innerhalb von sieben Minuten den siebten Saisonsieg für die Hoffenheimer perfekt. Dagegen steckt der VfL nach dem sechsten sieglosen Spiel in Serie im Tabellenkeller fest. Zu allem Überfluss sah auch noch Christoph Dabrowski (76.) die Gelb-Rote Karte.
„Am Anfang war es vielleicht ein psychologisches Problem nach dem glatten Sieg gegen Hamburg. Aber in der zweiten Halbzeit haben wir wieder zu unserem Stiefel gefunden“, sagte 1899-Abwehrspieler Andreas Beck zu den Anlaufschwierigkeiten seiner Mannschaft. Enttäuschung herrschte beim VfL. „In der zweiten Halbzeit ist alles zusammengekommen. Da haben wir individuelle Böcke geschossen“, klagte Bochums Trainer Marcel Koller.
Mit großem körperlichen Einsatz kauften die Bochumer ihrem Gegner zunächst den Schneid ab und hemmten damit beim offensivstärksten Team der Liga den Spielfluss. Doch mit fortschreitender Spielzeit setzte sich die Klasse der Gäste durch, deren Angriff mit Chinedu Obasi, Ba und Torjäger Ibisevic im zweiten Durchgang von der robusten VfL-Deckung nicht mehr zu halten war.
Drei Tage nach seinem Blitzstart gegen den Hamburger SV (3:0) wurde der Neuling diesmal selbst kalt erwischt. Als Matthias Jaissle den Ball nach einer Freier-Flanke nicht weit aus der Gefahrenzone bekam, traf Grote aus 16 Metern. Der frühe Treffer gab den Bochumern zwar Auftrieb, dennoch übernahmen die Badener ab Mitte der ersten Hälfte das Kommando.
Tore: 1:0 Grote (3.), 1:1 Ba (64.), 1:2 Ibisevic (70., Foulelfmeter), 1:3 Carlos Eduardo (71.).
Zuschauer: 24 444.
