BOCHUM - Der VfB Stuttgart darf weiter auf die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb in der kommenden Saison hoffen. Am Freitagabend setzte sich die Mannschaft von Trainer Christian Gross 2:0 (2:0) gegen den VfB Bochum durch. Cacau (14. Minute) und Ciprian Marica (18.) schossen die Tore für die überlegenen Gäste.

Beim VfL Bochum galt gegen die beste Rückrundenmannschaft der Fußball-Bundesliga zunächst die Devise „Sicherheit zuerst“. VfL-Trainer Heiko Herrlich ließ in Milos Maric, Anthar Yahia und Christian Fuchs gleich drei Akteure im defensiven Mittelfeld vor der Abwehrkette spielen, Stanislav Sestak agierte als einzige Spitze. VfB-Coach Christian Gross ließ den Serben Zdravko Kuzmanovic zunächst auf der Bank, dafür spielte Christian Träsch neben Nationalspieler Sami Khedira vor der Abwehr und Ricardo Osorio rückte in die Abwehr.

Das Konzept von Herrlich war nach 14 Minuten Makulatur. Nach einer Flanke von Timo Gebhart erzielte Cacau per Abstauber sein 12. Saisontor und sein zehntes in der Rückrunde. Vier Minuten später legte der Nationalspieler bei einem Konter mustergültig für Sturmpartner Marica auf, der sich aus 14 Metern die Ecke aussuchen konnte und seinen achten Saisontreffer markierte.

Die Bochumer Fans unter den 25.000 Zuschauern waren entsetzt und skandierten „Wir wollen Euch kämpfen sehen“. Die VfL-Profis aber waren zunächst viel zu verunsichert und planlos, um gegen die kompakt stehenden Gäste Erfolg versprechende Angriffe zu starten. Die wenigen Offensivaktionen des VfL endeten zumeist an der gegnerischen Strafraumgrenze. Stuttgart beschränkte sich auf gelegentliche Konter und verwaltete die Führung bis zur Pause mit Geschick und Routine.

Nach dem Wechsel tat der Gast nicht mehr als nötig und kam so am Ende zu dem verdienten Sieg. Stuttgart war in allen Belangen überlegen, Bochum enttäuschte.