Bremen/Osnabrück - Fußball-Drittligist Hansa Rostock hat auch unter dem neuen Trainer Christian Brand nicht in die Erfolgsspur gefunden. Rostock kam am Sonntag zum Rückrundenauftakt im Kellerduell bei Werder Bremen II über ein 1:1 (0:0) nicht hinaus und bleibt auf einem Abstiegsplatz.
Der eingewechselte Soufian Benyamina erzielte vor 3400 Zuschauern mit einem verwandelten Foulelfmeter in der 69. Minute die Führung für die Gäste. Marcel Hilßner (75.) glich für Werders U 23 mit einem Distanzschuss aus. In einer Partie ohne nennenswerte Höhepunkte wähnte sich Hansa nach dem Tor von Benyamina, der einen vom Ex-Rostocker Oliver Hüsing verursachten Strafstoß verwandelte, schon auf der Siegerstraße. Hilßner machte die Hoffnungen auf den zweiten Dreier aus den vergangenen 15 Partien allerdings zunichte.
Derweil war Osnabrücks Trainer Joe Enochs trotz der Nullnummer im Spitzenspiel der 3. Liga zufrieden. „Ich habe ein sehr gutes Spiel von beiden Mannschaften gesehen“, kommentierte der VfL-Coach das 0:0 gegen Erzgebirge Aue. „Wir hatten zwar ein Chancenplus, aber ich hatte schon auch das Gefühl, dass Aue immer gefährlich war“, erklärte Enochs.
Der Zweitliga-Absteiger Aue ist trotz seiner nur 15 Tore aus 20 Spielen weiter mitten im Aufstiegskampf.
In der ersten Halbzeit waren zunächst die Gastgeber aus Osnabrück die bessere Mannschaft und drückten auf die Führung. Der Pfosten und Torhüter Martin Männel verhinderten einen Rückstand für Aue. Nach und nach kamen die Gäste aus Sachsen aber besser in die Partie, und vor allem Mario Kvesic sorgte für viel Torgefahr.
Nach dem Seitenwechsel bot sich fast das gleiche Bild: Osnabrück war am Anfang das bessere Team, nach etwa einer Stunde wurde die Partie jedoch ausgeglichener mit guten Torchancen auf beiden Seiten.
Die 2. Bundesliga rückt indes für die SG Sonnenhof Großaspach immer näher. Mit dem 3:1 gegen Preußen Münster hat der Dorfclub seine Ausgangsposition im Aufstiegsrennen weiter verbessert. Nach dem 0:0 gegen Tabellenführer Dynamo Dresden vor einer Woche setzte das Überraschungs-Team mit dem Erfolg gegen einen unmittelbaren Konkurrenten ein weiteres Zeichen. „Ich bin stolz auf das, was die Mannschaft zurzeit leistet“, kommentierte Trainer Rüdiger Rehm den starken Auftritt.
