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NWZonline.de Sport Fußball

Braunschweig droht der nächste Abstieg

14.11.2018

Braunschweig Sportpark zu Ingolstadt, 26. April 2013, es ist das pure Glück in blau und gelb. Fans, Spieler und Verantwortliche von Eintracht Braunschweig liegen sich in den Armen. „Das ist heute ein unglaublicher Tag“, sagt Trainer Torsten Lieberknecht und weint Tränen der Freude. Ganz Braunschweig feiert ein modernes Fußballmärchen – die Rückkehr des Traditionsvereins in die Bundesliga nach 28 Jahren Abstinenz.

Fünfeinhalb Jahre später, am 10. November 2018, herrscht im Eintracht-Stadion eine andere, bedrückende Atmosphäre. Chaoten stürmen in den Innenraum und suchen nach der 0:2-Pleite gegen den KFC Uerdingen ein Ventil für ihren Frust. Braunschweig droht der Sturz in die Regionalliga. Lieberknecht und auch Manager Marc Arnold – ein Jahrzehnt lang die Gesichter des Erfolges – sind schon lange nicht mehr da, beide wurden entlassen.

Als Tabellenletzter der 3. Liga hat der deutsche Meister von 1967 schon acht Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Nach Henrik Petersen verzweifelt nun in André Schubert der zweite Trainer an seiner Mannschaft. In vier Partien kassierte Schubert drei Niederlagen und wartet weiter auf den ersten Sieg. Die Geduld im Umfeld ist längst aufgebraucht.

„Wir befinden uns sportlich in einer extrem schwierigen Situation, aus der wir nur alle – Verantwortliche, Mannschaft, Fans – gemeinsam herauskommen können“, sagt nun der Eintracht-Präsident und Aufsichtsratsvorsitzende Sebastian Ebel in einer Stellungnahme, mit der er Diskussionen über weitere personelle Konsequenzen in der Führungsriege beenden will. Gerüchte über einen Abschied des langjährigen Geschäftsführers Soeren Oliver Voigt machten die Runde. Ebel: „Das Gerücht entbehrt jeglicher Grundlage.“

Klar ist, dass der überraschende und unnötige Abstieg aus der 2. Liga den Club um Jahre zurückgeworfen hat. Infrastrukturprojekte mussten auf Eis gelegt werden, da die TV-Einnahmen im zweistelligen Millionenbereich weggebrochen sind. Sportlich stellte sich die Eintracht völlig neu auf, Lieberknecht, mittlerweile beim MSV Duisburg, musste kurz nach dem Abstieg gehen. Doch der Umbruch, noch verantwortet von Arnold, misslang. Und die Sorgen sind riesengroß. „Wir sind alle frustriert und würden uns am liebsten selber ohrfeigen“, sagt Kapitän Simon Burmeister: „Alles andere als eine Siegesserie hilft uns jetzt nicht weiter.“

Die Eintracht steht wie 2007 am Scheidepunkt. Damals übernahmen Lieberknecht und Arnold in höchst prekärer Situation und sorgten für einen Aufschwung, der in der Bundesliga seinen Höhepunkt erreichte. Sphären, von denen derzeit niemand zu träumen wagt.

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