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Fußball Eintracht stürmt in Zweite Liga

Michael Rossmann Otto-Ulrich Bals

BRAUNSCHWEIG - 1500 Fans feierten am Montagnachmittag ausgelassen mit ihrer Mannschaft im Eintracht-Stadion, Braunschweigs Aufstiegshelden aber haben noch nicht genug. Der Trainer will nach dem vorzeitigen Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga in den restlichen Partien noch den Titel gewinnen, und Mittelfeld-Ass Marc Pfitzner kündigte bereits spitzbübisch an: „Am meisten freue ich mich auf das Derby gegen den VfL Wolfsburg.“

Manager Marc Arnold fände ein Duell gegen den Noch-Erstligisten aus der unmittelbaren Nachbarschaft zwar auch „für die Region ganz reizvoll“, denkt aber eher an ein anderes niedersächsisches Derby. „Ich hoffe, dass Osnabrück drinbleibt“, sagte Arnold am Tag nach der ersten Feier des Aufstiegs, der weitere folgen sollen.

„Es ging lange“, berichtete der Manager von der Party-Nacht in München nach dem entscheidenden 1:0-Sieg am Sonntag in Unterhaching. Arnold hatte aber schon wieder einen klaren Blick für die neue Serie. „Wir werden dem aktuellen Kader vertrauen und uns nur punktuell verstärken“, kündigte er an. „Fast alle Stammspieler haben noch laufende Verträge.“ Der zu Bayer Leverkusen wechselnde Angreifer Karim Bellarabi ist der einzige Leistungsträger, der den Club verlassen wird.

„Die letzten Jahre haben gezeigt, dass die Aufsteiger in der 2. Liga mithalten können“, sagte Arnold: „Das ist anders als zu Zeiten der Regionalliga.“ Ausgerechnet der VfL ist dafür derzeit aber ein schlechtes Beispiel, denn nach der letztjährigen Zweitliga-Rückkehr stecken die Osnabrücker tief im Tabellenkeller.

„In der nächsten Saison müssen wir die Erwartungen der Menschen etwas dämpfen“, sagte Braunschweigs Präsident Sebastian Ebel. Der Mann, der den klammen Club finanziell sanierte, schaute trotz der Freude bereits nach vorne: „Wenn wir in der 2. Liga bestehen wollen, müssen wir zusammenstehen, auch wenn man dreimal in Folge verliert.“ Der Scherben- und Schuldenhaufen nach dem bisher letzten Abstieg 2007 ist nicht vergessen.

Zunächst aber haben die Braunschweiger noch kurzfristige Ziele. „Natürlich wollen wir noch Meister werden“, sagte Trainer Torsten Lieberknecht, dessen Team mit 73 Punkten in der Tabelle knapp vor Hansa Rostock (70) liegt.

Eintracht Braunschweig

zählte 1963 zu den Gründungsmitgliedern der Fußball-Bundesliga. Insgesamt 20 Jahre spielt der Club erstklassig. 1967 wurde die Eintracht deutscher Meister. Zweimal, 1974 und 1981, schaffte der Club den Wiederaufstieg in die Bundesliga, aus der Braunschweig zuletzt 1985 absteigen musste. Danach folgten viele Auf- und Abstiege und sogar der Absturz bis in die Oberliga.
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