BREMEN/ALKMAAR - BREMEN/ALKMAAR/DPA/SID - Die Rückkehr der lange verletzten Tim Borowski und Frank Baumann in den Kader gibt Hoffnung, die Wechselabsichten von Torsten Frings und Miroslav Klose sorgen für Wirbel. Vor dem Abflug zum Viertelfinal-Hinspiel an diesem Donnerstag beim niederländischen Spitzenclub AZ Alkmaar (20.45 Uhr/Sat 1) versuchte Werder Bremens Trainer Thomas Schaaf, die wachsende Unruhe beim Fußball-Bundesligisten herunterzuspielen. „Das ist intern weit weniger ein Thema als es nach außen erscheint“, sagte der Coach am Bremer Flughafen zu den Spekulationen über den drohenden Verlust der beiden Nationalspieler.

Frings’ deutliche Worte vom Vortag hatten die Fans geschockt. Der Nationalspieler hatte das intensive Werben von Juventus Turin bestätigt: „Die wollen mich mit aller Macht.“ Werders Mittelfeldmotor hat sich Bedenkzeit erbeten und sagte: „Ich hoffe, dass der Verein mir keine Steine in den Weg legen würde.“

Frings ist neben Klose, dessen Zukunftspläne Grund für zahlreiche Gerüchte sind, der zweite Unruheherd. Der 30-Jährige wies aber Gedanken, dass seine möglichen Wechselabsichten in der Partie gegen Alkmaar Auswirkungen auf die Mitspieler haben könnte, weit von sich. Seine rhetorische Frage lautete: „Glauben Sie, dass sich ein Tim Borowski oder Per Mertesacker nervös machen lassen, bloß weil unklar ist, ob ich bleibe oder nicht?“

Positive Nachrichten gab es von zwei genesenen Bremer Patienten. Borowski und Baumann stehen nach wochenlanger Pause gegen Alkmaar erstmals wieder im Kader.

Mit einer spektakulären Aktion wollen Bremer Fans beim Bundesliga-Heimspiel am Ostersonntag (17 Uhr/Weserstadion) gegen den 1. FC Nürnberg auf eine Kontroverse mit der Werder-Geschäftsführung aufmerksam machen. In den ersten 20 Spielminuten soll Block 62, in dem sich die treuesten Werder-Fans aufhalten, abgesperrt werden und somit leer bleiben. Auslöser des Streits sind die Choreographien der Fans in der Ostkurve des Weserstadions. Die Werder-Führung will die so genannten „Kurven-Shows“ nur noch zulassen, wenn den Stadiongästen in den direkt darüber liegenden Business-Logen nicht mehr die Sicht versperrt wird.