BREMEN - Per Mertesacker, Eduard Merkl und Pascal Genoux leben die Idee der Spiele vor. Der Verteidiger von Werder Bremen und die beiden geistig behinderten Fußballer blicken gemeinsam von einem Plakat und werben damit für die „Special Olympics National Games 2010“. Die deutschen Meisterschaften für Sportler mit geistiger Behinderung finden vom 14. bis 19. Juni in Bremen statt.
Freiwillige als Stützpfeiler
„Der Sport bietet eine gute Gelegenheit, das Zusammenleben von Behinderten und Nicht-Behinderten zu stärken. Bremen freut sich darauf, ein guter Gastgeber zu sein“, sagte Bildungssenatorin Renate Jürgens-Pieper am Dienstag auf einer Pressekonferenz des Veranstalters Special Olympics Deutschland (SOD). „Mit der Vorbereitung liegen wir im Zeitplan, alles im grünen Bereich“, verkündete OK-Präsident Hans-Jürgen Schulke zwei Monate vor der Eröffnung.
Die Suche nach freiwilligen Helfern ist nach Angaben der Organisatoren bereits abgeschlossen. Die etwa 1900 „Volunteers“ gelten als wichtige Stützpfeiler, ohne die ein reibungsloser Ablauf nicht möglich wäre. Denn die rund 4500 Athleten bedeuten einen Teilnehmerrekord bei den alle zwei Jahre stattfindenden Titelkämpfen.
Selbstverständlich sind die Sportler auf die Unterstützung möglichst vieler Zuschauer angewiesen. Zu diesem Zweck starteten die Organisatoren am Dienstag die Kampagne „Sei ein Fan“ mit einem Aufruf an Schulen in Bremen und Umgebung. Kreative Ideen sind gefragt, um die Sportlerinnen und Sportler während der Wettbewerbe anzufeuern. Die besten Fanbeiträge werden prämiert.
Vorbild Claudio Pizarro
Zudem wollen die Veranstalter in Stadt und Umland mit Broschüren und Plakaten auf die Spiele aufmerksam machen. Dass sich viele Menschen angesprochen fühlen, hofft auch Oliver Neddermann. Er nimmt gleich doppelt an den National Games teil: Als Fußballer und freiwilliger Helfer.
Der Bremer arbeitet in einer Behindertenwerkstatt und ist dabei regelmäßig im Weserstadion im Einsatz. Für den Juni hat er sich daher auf dem Platz einiges vorgenommen. „Ich bin sehr ehrgeizig “, fiebert er dem Turnier entgegen. „Ich möchte richtig gut spielen – am besten so wie Claudio Pizarro“.
