BREMEN - Das Duell mit dem VfB Stuttgart (Sa., 15.30 Uhr) im Weserstadion weckt bei Werder Bremen eine sehr unangenehme Erinnerung: Das Hinspiel verloren die Hanseaten nach einer desolaten Leistung glatt mit 0:6.

„Man versucht, solche Ereignisse schnell zu vergessen“, meinte Trainer Thomas Schaaf mit einem Schmunzeln. Er werde das Erlebnis aus dem vergangenen November aber während der Vorbereitung auf die Partie noch einmal „kurz einbringen“ – als Vorwarnung, wozu der VfB fähig ist.

Einer aus dem Kreis des Gegners beweist seine Fähigkeiten derzeit in beinahe jedem Spiel: Martin Harnik. Der 23-Jährige schaffte bei Werder den Sprung aus der A-Jugend in den Profibereich und absolvierte ein paar Bundesligaspiele für die Bremer. Den Durchbruch schaffte er an der Weser indes nicht.

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Nach einer Ausleihe an Fortuna Düsseldorf verließ der österreichische Nationalspieler Werder 2010 – für eine Ablösesumme von nur 300.000 Euro. In Stuttgart wird Harnik nun als „Billig-Bomber“ gefeiert. Obwohl er in der Hinrunde oft nur als Joker eingesetzt wurde, erzielte er bereits acht Treffer. Im DFB-Pokal und der Europa League kamen weitere acht Tore hinzu. Einen wie Harnik könnten die Bremer derzeit auch gut gebrauchen. Zumal er als kämpferischer Typ gilt und für viel Einsatzbereitschaft steht.

Am Freitag ließ Werder ein weiteres Talent ziehen. Die Bremer lösten den Vertrag mit John Jairo Mosquera mit sofortiger Wirkung auf. Der 23-jährige Stürmer wechselt endgültig zu Union Berlin. Dorthin ist er bereits seit 2009 ausgeliehen.

Wie sich die Zusammenarbeit mit Marko Arnautovic entwickelt, lässt sich derzeit noch nicht abschließend beurteilen. Fest steht nur: Der Stürmer sorgt immer wieder für Schlagzeilen abseits des Platzes. Den Zwischenfall nach dem Länderspiel der Österreicher in der Türkei versucht er allerdings herunterzuspielen: Es sei nichts passiert, meinte Arnautovic.

Der Wiener muss derweil keinen Rauswurf mehr aus der Auswahl des Österreichischen Fußball-Bundes befürchten. Trotz einer Auseinandersetzung mit Stefan Maierhofer vom MSV Duisburg gäbe es dazu „keinerlei Veranlassung“, sagte Verbandschef Leo Windtner.